Die Rolle der Frauen im Alevitentum
* Dieser Eintrag wurde ursprünglich auf Türkisch verfasst.
Im Alevitentum nehmen Frauen nicht nur im sozialen Leben, sondern auch im spirituellen Kosmos eine zentrale Rolle ein. In der alevitischen Theologie wird der weibliche Schoß als „Tor der Geburt“ (Doğum Kapısı) verstanden und gilt als der erste Ort göttlicher Offenbarung (tecelli); diese ontologische Vorstellung verleiht Frauen einen grundlegenden Platz im alevitischen Glaubenssystem. Heilige Weiblichkeit wird symbolisch durch Gestalten wie Ana Fatma verkörpert und ist eng mit Natur- und Kosmosvorstellungen verbunden. Auch die Stellung der Ana (wörtlich „Mutter“, weibliches Mitglied einer heiligen Linie) innerhalb des Ocak-Systems sowie historische Beispiele weiblicher religiöser Führung spiegeln diese besondere Position im sozialen Gefüge wider. Die Abwesenheit von Geschlechtertrennung im Ritual, keine vorgeschriebenen Kleidungsregeln für Frauen und die starke Betonung der Bildung von Mädchen unterstreichen die egalitären Elemente der alevitischen Religionspraxis. Zugleich setzt sich dieses Selbstverständnis nicht immer vollständig in der Alltagspraxis um: Alevitische Frauen sind weiterhin mit mehrschichtigen Formen von Ungleichheit konfrontiert. Dieser Eintrag untersucht die Stellung von Frauen im Alevitentum aus den Perspektiven von Heiligkeit, Repräsentation und gelebter Erfahrung.Theologische Grundlagen: Heilige Weiblichkeit im Alevitentum
Im alevitischen Glaubenssystem nehmen Frauen nicht nur im sozialen Leben, sondern auch auf der theologischen Ebene eine zentrale Stellung ein. Die Frau gilt als das erste Wesen, durch das sich das Göttliche (Hak) offenbart. Geburt wird dabei nicht nur als biologisches Ereignis verstanden, sondern als Ausgangspunkt der Existenz und der spirituellen Kosmologie. Der bekannte Pir und Alevi-Gelehrte Başköylü Hasan Efendi aus der Region Dersim-Erzincan entwickelte eine grundlegende Deutung des “Tores der Geburt” (Doğum Kapısı). Nach ihm wird “die Wahrheit in der Geburt bewiesen”, weshalb dieses Tor zugleich das “Tor des Hakk” sei. Alle Wesen durchschreiten dieses Tor; Geburt ist somit nicht nur ein Anfang, sondern eine göttliche Manifestation auf Erden (Özcan 1992).
Hasan Efendi betont, dass sich das Tor der Geburt durch die Frau verwirklicht und dass sie als nişangeh (göttliches Zeichen, Merkmal) dieses Tores gilt. In dieser Funktion wird ihr große Ehrfurcht entgegengebracht, und sie gilt als unantastbar. Diese Vorstellung beschreibt die Frau nicht nur als Trägerin individuellen Lebens, sondern als Trägerin einer Erfahrung, die allem Sein gemeinsam ist. Geburt betrifft nicht nur den Menschen, sondern den Ursprung allen Daseins. Entsprechend wird das Tor der Geburt als erstes Tor des Hakk verstanden, durch das Propheten, Heilige (Evliyas) und andere heilige Gestalten in die Welt gekommen sind. Die Frau erscheint damit als heiliges Wesen, in dem sich die Wahrheit (Hakikat) verkörpert. Der Schoß wird als Durchgang gesehen, durch den das Heilige in die Welt eintritt und göttliche Wahrheit sichtbar wird (Özcan 1992).
In diesem Deutungsrahmen ist Geburt nicht nur der Beginn eines neuen Lebens, sondern auch der sichtbare Ausdruck einer göttlichen Wahrheit, die das Dasein trägt. Die Frau ist als Trägerin dieses Prozesses die irdische Spiegelung des Hakk. Im Alevitentum ist die Frau daher nicht nur gleichgestellt, sondern sakral; sie ist ein grundlegendes Subjekt von Existenz, Glauben und spirituellem Weg. Auf dieser Grundlage wird ihr sogar der Status einer Mürşid (geistliche Wegführerin) zugesprochen, als “Besitzerin und Mutter des Weges”.
Diese heilige Weiblichkeit findet ihren symbolischen Ausdruck in der Gestalt von Ana Fatma (Mutter Fatma), die als spirituelles Archetyp gilt. Sie steht für innere Reinheit, esoterische Weisheit, Schönheit, Reinheit und göttliches Licht (nur). Besonders in Dersim wird der Vollmond als ihr Abbild verstanden. In Vollmondnächten sprechen Menschen Gebete wie “Ya asma bumbarekê, ya sıreta Ana Fatma!” (“O heiliger Mond, o Antlitz der Ana Fatma!”) und küssen ehrfürchtig dreimal die Stellen, auf die das Mondlicht fällt. Ana Fatma bietet alevitischen Frauen ein spirituelles und weltliches Vorbild und stärkt ihre Position sowohl im religiösen Raum als auch in der Gesellschaft.
Die Institution der Ana (spirituelle Mutterschaft)
Obwohl die Repräsentation von Frauen im Bereich religiöser Autorität in alevitischen Gemeinschaftsstrukturen oft begrenzt ist, nimmt die Figur der Ana im traditionellen Ocak-System einen besonderen Platz ein. Ana – wörtlich “Mutter” – bezeichnet eine Frau, die von einer Ocak-Linie abstammt. Diese Herkunft verleiht ihr spirituelle Legitimität und soziales Ansehen. In dieser Position können Frauen Einfluss auf die Weitergabe des Glaubens, auf Gebete, Himmet (heiliger Beistand/Segen) sowie auf spirituelle Begleitung innerhalb der Gemeinschaft ausüben.
Die Rolle der Ana umfasst jedoch keine direkte Autorität im gleichen Sinne wie die des Pir (männlicher religiöser Autoritäten). Diese Begrenzung ist vor allem durch historische und geografische Bedingungen erklärbar. Das traditionelle Aufsuchen weit verstreuter Talip in abgelegenen Dörfern – häufig in den Wintermonaten – sowie schwieriges Gelände und die Betreuung von Kindern, die überwiegend Frauen zufiel, führten dazu, dass diese Aufgaben meist von männlichen Ocak-Mitgliedern übernommen wurden. In der Praxis wurden religiöse Dienste daher überwiegend von Männern ausgeführt, was die öffentliche Sichtbarkeit der Anas reduzierte.
Trotzdem hat sich die Institution der Ana als eine Form spiritueller Autorität erhalten, die leitet, schützt und verbindet. In diesem Sinne fungiert die Ana als traditionelles Rollenmodell, das den respektierten Status von Frauen in der alevitischen Gesellschaft stärkt. Die Stellung älterer Frauen besitzt dabei nicht nur familiäre, sondern auch spirituelle Bedeutung.
Historisch zeigen einzelne Beispiele, dass diese Rolle nicht nur symbolisch war. Ein besonders prägnanter Fall ist Anşa Bacı, die im 19. Jahrhundert lebte. Sie begründete ein eigenes Ocak-System und versammelte eine Gefolgschaft, die als Anşa Bacılar (Anşa-Schwestern) bekannt wurde. Diese Gemeinschaft entwickelte eine eigene soziale Ordnung und ein eigenständiges Wertesystem (Selçuk 2012). Der Fall Anşa Bacı zeigt, dass Frauen unter bestimmten historischen Bedingungen charismatische Führung übernehmen und grundlegende Rollen innerhalb religiöser Strukturen einnehmen konnten.
Auch wenn die Rolle der Ana Frauen im Alevitentum nur teilweisen Zugang zu religiöser Repräsentation eröffnet – meist gebunden an Abstammung, Alter und Anerkennung innerhalb der Gemeinschaft -, macht diese Struktur deutlich, dass Frauen nicht vom spirituellen Raum ausgeschlossen sind. Unter bestimmten Voraussetzungen können sie vielmehr bedeutsame und wirksame Positionen der religiösen Vertretung einnehmen.
Egalitäre Grundlagen des Alevitentums
Das Alevitentum ist ein Glaubenssystem, das auf einer direkten Beziehung zwischen dem Individuum und der spirituellen Sphäre beruht und die innere Erfahrung sowie die spirituelle Reife in den Mittelpunkt stellt. Dieser Ansatz geht über Geschlechterunterschiede hinaus und definiert den Menschen über das Konzept des can (Seele). Der Begriff can versteht Frauen und Männer als geschlechtsneutrale Subjekte; jede Person gilt als gleichwertige Handelnde auf dem Weg zur Wahrheit (hakikat). Die Praxis, dass Frauen und Männer gemeinsam beten, im Cem-Ritual Seite an Seite Semah drehen und denselben Gemeinschaftstisch teilen, ist ein sichtbarer ritueller Ausdruck dieses egalitären Verständnisses.
In der alevitischen Religionspraxis gibt es keine vorgeschriebenen Kleidungsregeln für Frauen; sie können an Cem-Zeremonien in selbst gewählter Kleidung teilnehmen. Diese Freiheit wird häufig im Gegensatz zu sunnitisch-islamischen Praktiken hervorgehoben und als Merkmal der modernen und säkularen Dimensionen des Alevitentums verstanden (Hanoğlu 2025; Uyanik 2004; Akdemir 2023). Solche Merkmale sind zentral für Diskurse, die die alevitische Identität prägen und sie von anderen religiösen Traditionen abgrenzen.
Ebenso wird in alevitischen Gemeinschaften die Bedeutung der Bildung von Mädchen besonders betont. Bildung gilt nicht nur als individuelles Recht, sondern auch als kollektive Verantwortung, die für die Zukunft der Gemeinschaft entscheidend ist. In diesem Sinne fungiert Bildung sowohl als Symbol der Geschlechtergleichheit als auch als Instrument der Stärkung von Frauen und ihrer aktiven Präsenz im öffentlichen Raum (Hanoğlu, Weiss und Kaczorowski 2025).
Geschlechtergleichheit in der Praxis
Im Alevitentum existiert ein starker Diskurs, der Geschlechtergleichheit betont. Dieser Diskurs ist geprägt von der Wahrnehmung, dass alevitische Frauen im Vergleich zu sunnitisch-islamischen Kontexten mehr Freiheit, Sichtbarkeit und Gleichberechtigung besitzen (Hanoğlu 2025). Zentrale Elemente dieser Erzählung sind das gemeinsame Gebet von Frauen und Männern im Cem, das Fehlen einer Pflicht zur Verschleierung sowie die hohe Bedeutung der Bildung von Mädchen. Zugleich ist umstritten, inwieweit sich dieser Anspruch tatsächlich im Alltag und in den institutionellen Strukturen widerspiegelt.
Erzählungen alevitischer Frauen zeigen, dass dieser Diskurs eine zentrale Rolle für ihre Geschlechteridentität spielt. Das Alevitentum wird häufig als religiöse und kulturelle Praxis verstanden, die säkulare Werte und Gleichheit fördert und Frauen Selbstvertrauen sowie Repräsentationsräume eröffnet. Gleichzeitig kann diese Betonung bestehende Ungleichheiten verdecken (Hanoğlu 2025). Die Gleichheitsrhetorik wird oft genutzt, um die Abgrenzung des Alevitentums von islamischen Normen zu unterstreichen, ohne jedoch stets institutionell verankert zu sein (Okan 2018; Akdemir 2023; Uyanık 2004).
In der Praxis sind Frauen unterrepräsentiert in Entscheidungsprozessen, Leitungsfunktionen und Bereichen ritueller Autorität. Ihre hohe Beteiligung an Cem-Ritualen und ihr starkes Engagement im Alltag der Cemevis werden häufig fälschlich als Repräsentation verstanden. Die geleistete Arbeit führt jedoch selten zu Mitbestimmung, wodurch eine Lücke zwischen Sichtbarkeit und tatsächlicher Repräsentation entsteht (Akdemir 2023; Hanoğlu, Weiss und Kaczorowski 2025). Aktuelle Feldforschung zeigt zudem, dass Frauen zwar auf den Gleichheitsdiskurs zurückgreifen, um Freiheitsansprüche zu formulieren, zugleich aber patriarchale Muster im Alltag weiterbestehen (Hanoğlu, Weiss und Kaczorowski 2025).
In vielen Cemevis in der Türkei und in der Diaspora werden Führungspositionen weiterhin überwiegend von Männern besetzt, während Frauen häufig die tragende Arbeitskraft des Gemeinschaftslebens stellen. Dennoch markieren Ko-Vorsitz-Modelle, die in einigen alevitischen Institutionen der Diaspora – insbesondere in Deutschland und dem Vereinigten Königreich – eingeführt wurden, einen wichtigen Schritt hin zu besserer institutioneller Repräsentation von Frauen. Diese Initiativen eröffnen neue Führungsmöglichkeiten, bleiben jedoch bislang begrenzt.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Diskurs der Geschlechtergleichheit im Alevitentum für Frauen eine Quelle der Stärkung darstellt, zugleich aber mit strukturellen Ungleichheiten in der Praxis verflochten ist. Diese widersprüchliche Dynamik schafft einen dauerhaften Aushandlungsraum, in dem alevitische Frauen um Freiheit, Sichtbarkeit und Repräsentation innerhalb und außerhalb der Gemeinschaft ringen.
Herausforderungen und intersektionale Ungleichheiten
Die Geschlechterungleichheiten, denen alevitische Frauen ausgesetzt sind, werden zugleich durch ethnische, religiöse, räumliche und politische Ausschlussformen geprägt. Dadurch befinden sie sich an der Schnittstelle mehrerer Diskriminierungsachsen (Hanoğlu, Weiss und Kaczorowski 2025). Diese vielschichtige Struktur betrifft nicht nur individuelle Erfahrungen, sondern verweist auf eine kollektive und historisch gewachsene Realität. Faktoren wie Zwangsmigration, kulturelle Verleugnung, religiöse Repression und eine Geschichte von Gewalt vertiefen diese Ungleichheiten auf psychosozialer und politischer Ebene.
Eine zentrale Herausforderung liegt im Zusammenspiel patriarchaler Strukturen innerhalb der Gemeinschaft und geschlechtsspezifischer Normen im öffentlichen Raum. Obwohl alevitische Frauen in institutionellen Kontexten wie Cemevis oft aktiv sind, bleiben sie in Entscheidungs- und Leitungsprozessen deutlich unterrepräsentiert. Ihre umfangreiche Arbeit bildet zwar das Rückgrat des Gemeinschaftslebens, führt jedoch selten zu gleicher Sichtbarkeit oder Mitbestimmung.
Auch generationenübergreifende Traumata und das kollektive Gedächtnis prägen die sozialen Erfahrungen von Frauen. Von Massakern und staatlicher Repression bis hin zu wiederholten Vertreibungen und Gewalt beeinflusst diese Erinnerungskette, wie Frauen sich individuell und kollektiv positionieren. Alevitische Frauen entwickeln Strategien, um sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und zugleich die Weitergabe dieser Traumata an kommende Generationen neu zu gestalten (Hanoğlu 2025; Hanoğlu, Weiss und Kaczorowski 2025).
Die staatliche Geschlechterpolitik verstärkt diese strukturelle Ausgrenzung zusätzlich. Geprägt von sunnitisch-nationalistischen Normen, stellt die offizielle Ideologie insbesondere alevitisch-kurdische Frauen als doppelt unvereinbar dar – sowohl aufgrund ihrer ethno-religiösen Zugehörigkeit als auch ihres Geschlechts. Dies vertieft ihre Marginalisierung und den Ausschluss aus institutionellen Räumen.
Trotz dieser vielschichtigen Ungleichheiten entwickeln alevitische Frauen – in der Türkei wie auch in der Diaspora – vielfältige Strategien der Selbstpositionierung. Sie bewahren ihre kulturelle Zugehörigkeit und verhandeln zugleich mit patriarchalen Strukturen, um Identitäten und Geschlechterrollen neu zu gestalten (Hanoğlu, Weiss und Kaczorowski 2025). Für jüngere Generationen ist das Alevitentum dabei nicht nur ein überliefertes Glaubensfeld, sondern auch ein Raum des Kampfes, der Repräsentation und der Transformation.
Schlussfolgerung
Im Alevitentum nehmen Frauen eine besondere Stellung ein, da sie zugleich als Trägerinnen des Heiligen und als grundlegende Akteurinnen des sozialen Lebens verstanden werden. Ihre theologische Zentralität, die sich im Bild des “Tores der Geburt” (Doğum Kapısı) ausdrückt, ist eng mit einem geschlechterübergreifenden Gleichheitsverständnis verbunden, das dem Glaubenssystem innewohnt. Das Konzept des can bildet den sichtbarsten Ausdruck dieser Gleichheit auf ritueller wie auch auf diskursiver Ebene. In der sozialen Praxis jedoch setzen patriarchale Strukturen, institutionelle Ausschlüsse und mehrschichtige Ungleichheiten weiterhin klare Grenzen für dieses Potenzial.
Dennoch gestalten alevitische Frauen – sowohl in der Türkei als auch in der Diaspora – ihre Identitäten aktiv neu, indem sie fortlaufend zwischen religiösen Strukturen und gesellschaftlichen Normen vermitteln. Während sie ihre kulturelle Zugehörigkeit bewahren, formulieren sie zugleich Forderungen nach Repräsentation, Gleichheit und Freiheit in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Diese vielfältigen Aushandlungen zeigen, dass die Erfahrung von Frauen im Alevitentum nicht allein durch sakrale Tradition, sondern ebenso durch Wandel und Auseinandersetzung geprägt ist. In diesem Sinne sind alevitische Frauen nicht nur Trägerinnen des Alevitentums, sondern auch seine lebendigen, sich wandelnden und gestaltenden Akteurinnen.
Akdemir, Ayşegül. 2023. ‘The Construction of Gender Identity in Alevi Organisations: Discourses, Practices, and Gaps’. Ethnography 24 (4): 474-95.
Hanoğlu, Hayal. 2025. ‘Dersimi Women, Family, and Activism: Navigating and Negotiating Alternative Spaces’. In Enacting Citizenship: Kurdish Women’s Resilience, Activism and Creativity, by Wendelmoet Hamelink, Joanna Bocheńska, Dobrosława Wiktor-Mach, Karol Kaczorowski, Hayal Hanoğlu, Marcin Skupiński, Azad Hajiagha, Hüseyin Rodi Keskin, Nerina Weiss, and Besime Şen, 133-60. Palgrave Macmillan.
Hanoğlu, Hayal, Nerina Weiss, and Karol Kaczorowski. 2025. ‘The Roads to Empowerment: An Intersectional Analysis of Kurdish Alevi Women’s Struggle for Equality and Freedom’. Cogent Arts & Humanities 12 (1): 2483582. https://doi.org/10.1080/23311983.2025.2483582.
Okan, Nimet. 2018. ‘Thoughts on the Rhetoric That Women and Men Are Equal in Alevi Belief and Practice (Alevilik)-to Songül’. National Identities 20 (1): 69-89.
Özcan, Pir Sultan. 1992. Varlığın Doğuşu / Beyan Eden Başköylü Hasan Efendi. Anadolu Matbaası.
Selçuk, Ali. 2012. ‘Merkezi Kurumsal Otoritenin Ötekileştirdiği Bir Topluluk: Anşa Bacılar (A Community Otherised by the Central Institutional Authority: Anşa Sisters)’. Türk Kültürü ve Hacı Bektaş Velî Araştırma Dergisi, no. 61.
Uyanık, Zeki. 2004. ‘Alevilik, Aleviler ve Kadin’. Hacı Bektaş Veli Araştırma Dergisi 32:29-35.