Internationale Akademische Projekte
Seit ihrer Gründung versteht sich die Alevi Enzyklopädie nicht nur als digitale Wissensplattform, sondern zugleich als ein offenes Forschungsnetzwerk für internationale akademische Zusammenarbeit. Durch gemeinsame Initiativen mit Universitäten, Forschungsinstituten, Museen und kulturellen Einrichtungen in verschiedenen Ländern verfolgt die Alevi Enzyklopädie das Ziel, die Sichtbarkeit und Zirkulation wissenschaftlicher Erkenntnisse über Glaubensformen, historische Kontinuitäten, kulturelle Praktiken und soziale Repräsentationen des Alevitentums zu stärken.
Verankert in den Prinzipien von Open Access, Mehrsprachigkeit und Interdisziplinarität zielt das Projekt darauf ab, eine nachhaltige Wissensinfrastruktur aufzubauen, die den Dialog zwischen der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft und dem kulturellen Erbe des Alevitentums vertieft und langfristig absichert.
Der Bereich „Internationale Akademische Projekte“ bündelt kooperative Forschungsarbeiten, Publikationen, akademische Partnerschaften, Ausstellungen, Symposien und Feldforschungen, die im Rahmen dieser Zusammenarbeit entstanden sind. Ziel ist es, die laufenden Kooperationen der Alevi Enzyklopädie innerhalb globaler Netzwerke wissenschaftlicher Wissensproduktion sichtbar zu machen und zugleich eine Grundlage für zukünftige interdisziplinäre Forschungsinitiativen zu schaffen.
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Alevi Enzyklopädie – VLACH-Partnerschaft
Die Alevi Enzyklopädie und die Kommission für bedrohte Sprachen und kulturelles Erbe (VLACH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften haben eine Partnerschaft auf der Grundlage gemeinsamer wissenschaftlicher Interessen und ethischer Verpflichtungen zum Schutz kulturellen Erbes etabliert. Beide Initiativen teilen eine zentrale Vision: die Dokumentation, Analyse und nachhaltige Sicherung sprachlicher und kultureller Vielfalt durch offene, kollaborative und gemeinschaftsorientierte Forschung.
Das Alevitentum stellt ein umfangreiches kulturelles Erbe dar, das sich über mehrere Regionen erstreckt und vielfältige sprachliche, historische und traditionelle Hintergründe umfasst. Dazu gehören auch alevitische Gemeinschaften, die bedrohte Sprachen wie Kırmancki (Zazaki) in der Region Dersim (Türkei) sprechen, welche von der UNESCO als gefährdete Sprache eingestuft wird. In diesem Zusammenhang weisen die Zielsetzungen und methodischen Ansätze der Alevi Enzyklopädie und von VLACH eine enge Übereinstimmung auf: Beide verfolgen das Anliegen, immaterielles kulturelles und sprachliches Erbe durch innovative, interdisziplinäre und niedrigschwellige Plattformen zu schützen und zu revitalisieren.
Die Kooperation sieht einen kontinuierlichen Austausch von Wissen, Expertise und Materialien vor und zielt auf die Entwicklung gemeinsamer Forschungs- und Dokumentationsprojekte. Insbesondere das wachsende digitale Videoarchiv der Alevi Enzyklopädie – etwa der Bereich „Aus den Worten der religiösen Autoritäten“ – wird als Teil eines gemeinsamen Rahmens verstanden, der lebendige mündliche Traditionen, kollektives Gedächtnis und Sprachen alevitischer Gemeinschaften dokumentiert und damit zu den übergeordneten Zielen kultureller Vielfalt und Kulturerhalt beiträgt, die auch VLACH verfolgt.