Cem und Cemevis im Alevitentum
In diesem Video nimmt Pir Veli Uğur das cem-Ritual, die zentrale Form der Religionsausübung im Alevitentum, aus einer kritischen Perspektive in den Blick und behandelt sowohl seine historischen als auch seine gegenwärtigen Dimensionen. Das cem wird nicht als gewöhnlicher Gottesdienst verstanden, sondern als eine Praxis des Erreichens von hakikat, der Selbstverantwortung (dara çekmek) und der Befragung vor der Gemeinschaft.
Pir erläutert ausführlich die räumliche Bedeutung, die physische Ordnung und die symbolischen Funktionen der cemevis, in denen heute cem-Rituale stattfinden. Er betont, dass cemevis nicht lediglich als architektonische Gebäude zu begreifen sind, sondern als heilige Räume, die innerhalb der alevitischen Glaubenspraxis die Dimension der „Konfrontation mit der hakikat“ repräsentieren.
Die zwölf Dienste (12 hizmet), die Personen, die sie ausführen, sowie die symbolischen Rollen, Bedeutungscodes und kosmologischen Bezüge des gesamten Rituals machen den alevitischen Fokus auf das Wesen statt auf die Form sichtbar. Während Pir grundlegende Begriffe wie varlık, hakikat und ikrar anhand des cem erläutert, beschreibt er zugleich den inneren Transformationsprozess, den das cem-Ritual im alevitischen Denksystem eröffnet.
Das Video beschränkt sich nicht auf eine technische Erklärung des cem-Rituals, sondern enthält auch Ratschläge und kritische Anmerkungen an die alevitische Gemeinschaft. Es lädt zu einer vertieften Reflexion über die Bedeutung von Religionsausübung, Glauben und Gemeinschaft ein. In diesem Sinne erfüllt die Aufnahme eine wichtige Erinnerungs- und Orientierungsfunktion im Hinblick auf alevitische Ethik, Spiritualität und Ontologie aus der Perspektive des cem.
Diese Aufnahme entstand am 27. Juni 2025 in den CAN-TV-Studios in Köln. Die Gespräche wurden im Rahmen des Projekts der Alevi-Enzyklopädie geführt.
Pir erläutert ausführlich die räumliche Bedeutung, die physische Ordnung und die symbolischen Funktionen der cemevis, in denen heute cem-Rituale stattfinden. Er betont, dass cemevis nicht lediglich als architektonische Gebäude zu begreifen sind, sondern als heilige Räume, die innerhalb der alevitischen Glaubenspraxis die Dimension der „Konfrontation mit der hakikat“ repräsentieren.
Die zwölf Dienste (12 hizmet), die Personen, die sie ausführen, sowie die symbolischen Rollen, Bedeutungscodes und kosmologischen Bezüge des gesamten Rituals machen den alevitischen Fokus auf das Wesen statt auf die Form sichtbar. Während Pir grundlegende Begriffe wie varlık, hakikat und ikrar anhand des cem erläutert, beschreibt er zugleich den inneren Transformationsprozess, den das cem-Ritual im alevitischen Denksystem eröffnet.
Das Video beschränkt sich nicht auf eine technische Erklärung des cem-Rituals, sondern enthält auch Ratschläge und kritische Anmerkungen an die alevitische Gemeinschaft. Es lädt zu einer vertieften Reflexion über die Bedeutung von Religionsausübung, Glauben und Gemeinschaft ein. In diesem Sinne erfüllt die Aufnahme eine wichtige Erinnerungs- und Orientierungsfunktion im Hinblick auf alevitische Ethik, Spiritualität und Ontologie aus der Perspektive des cem.
Diese Aufnahme entstand am 27. Juni 2025 in den CAN-TV-Studios in Köln. Die Gespräche wurden im Rahmen des Projekts der Alevi-Enzyklopädie geführt.
GALERİ
Gesprächspartner:in
- Ahmet Kerim Gültekin