Gağan, Khal u Fatık, Dersim, Raa Haqi, Natur und Alevitentum sowie der alevitische Kalender – Pir Haydar Buğa
In diesem Video erläutert Pir Haydar Buğa ausführlich die Gağan-Rituale im Dersimer Alevitentum (Raa Haqi) sowie das im Rahmen dieser Rituale früher aufgeführte szenische Spiel Khal u Fatık, dessen traditionelle Praxis heute weitgehend verschwunden ist. Ausgehend von persönlichen Erinnerungen aus seiner Kindheit und Jugend zeigt der Pir, dass diese Rituale und Spiele nicht bloß der Unterhaltung oder folkloristischen Darstellung dienten, sondern zentrale Praktiken waren, durch die kollektives Gedächtnis, saisonale Zyklen und kosmologische Zeit strukturiert wurden.
Pir Haydar Buğa geht auf die kosmologischen und symbolischen Bedeutungen von Gağan innerhalb der im Dersimer Alevitentum als „drei Monate“ bekannten Ritualperiode ein, die etwa den Zeitraum von Dezember bis März umfasst. Er betont, dass diese Phase eine zentrale Schwelle im Hinblick auf Naturzyklen, Zeitvorstellungen und gesellschaftliche Erneuerung darstellt und dass die Gağan-Rituale an dieser Schwelle religiöse und gemeinschaftliche Kontinuität gewährleisteten.
Im Rahmen dieses Ritualkalenders thematisiert der Pir zudem wichtige Tage des alevitischen Kalenders wie Hewtemal und Kara Çarşamba. Er erläutert, wie diese Tage im Dersimer Alevitentum saisonale Übergänge, die Beziehung zur Natur und Formen sozialer Solidarität auf symbolischer Ebene strukturieren. Die Darstellung von Pir Haydar Boğa macht sichtbar, wie diese Rituale früher im dörflichen Leben praktiziert wurden und in welchen Aspekten sie sich in der Gegenwart verändert haben.
In dieser Perspektive bietet das Video einen besonders lehrreichen Zugang zu den Gağan-Ritualen und den damit verbundenen Praktiken im Dersimer Raa Haqi-Alevitentum. Indem sie über mündliche Kultur und persönliche Erinnerung erschlossen werden, wird die kosmologische und symbolische Tiefe des alevitischen Ritualkalenders nachvollziehbar gemacht.
Diese Aufnahme wurde am 6.–7. Dezember 2025 in den CAN TV Studios in Köln im Rahmen der mündlichen Geschichts- und visuellen Archivarbeit der Alevi Enzyklopädie sowie der Reihe „Aus den Worten der Wegführer:innen“ aufgezeichnet.
Pir Haydar Buğa geht auf die kosmologischen und symbolischen Bedeutungen von Gağan innerhalb der im Dersimer Alevitentum als „drei Monate“ bekannten Ritualperiode ein, die etwa den Zeitraum von Dezember bis März umfasst. Er betont, dass diese Phase eine zentrale Schwelle im Hinblick auf Naturzyklen, Zeitvorstellungen und gesellschaftliche Erneuerung darstellt und dass die Gağan-Rituale an dieser Schwelle religiöse und gemeinschaftliche Kontinuität gewährleisteten.
Im Rahmen dieses Ritualkalenders thematisiert der Pir zudem wichtige Tage des alevitischen Kalenders wie Hewtemal und Kara Çarşamba. Er erläutert, wie diese Tage im Dersimer Alevitentum saisonale Übergänge, die Beziehung zur Natur und Formen sozialer Solidarität auf symbolischer Ebene strukturieren. Die Darstellung von Pir Haydar Boğa macht sichtbar, wie diese Rituale früher im dörflichen Leben praktiziert wurden und in welchen Aspekten sie sich in der Gegenwart verändert haben.
In dieser Perspektive bietet das Video einen besonders lehrreichen Zugang zu den Gağan-Ritualen und den damit verbundenen Praktiken im Dersimer Raa Haqi-Alevitentum. Indem sie über mündliche Kultur und persönliche Erinnerung erschlossen werden, wird die kosmologische und symbolische Tiefe des alevitischen Ritualkalenders nachvollziehbar gemacht.
Diese Aufnahme wurde am 6.–7. Dezember 2025 in den CAN TV Studios in Köln im Rahmen der mündlichen Geschichts- und visuellen Archivarbeit der Alevi Enzyklopädie sowie der Reihe „Aus den Worten der Wegführer:innen“ aufgezeichnet.
GALERİ
Gesprächspartner:in
- Ahmet Kerim Gültekin