Gülbenk & Gebet im Alevitentum

In diesem Video erläutert Pir Hüseyin Elmas anhand eines kurdischen Gülbenk-Beispiels Aufbau, Funktion und religiöse Bedeutung des Gebets im Alevitentum. Gülbenks sind im alevitischen Glaubenssystem nicht lediglich ritualisierte Wortformeln, sondern spirituelle Äußerungen, in denen die Beziehung zwischen Hak und dem Menschen sprachlich gefasst und das Heilige durch das Wort angerufen wird. Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie Gebet ein Gemeinschaftsgefühl stiftet, eine Verbindung zur Vergangenheit herstellt und dem Individuum auf dem Weg der Hakikat Orientierung bietet. Die kurdische Überlieferung macht dabei besonders die vermittelnde Rolle der lokalen Sprache sowie die Widerstandskraft der mündlichen Kultur sichtbar.

Diese Aufnahme gehört zu den mündlichen Erzählungen, die im Rahmen des Pirler–Analar-Workshops am 10.–11. Mai 2025 im Dortmunder Alevitischen Kulturzentrum – Rıza-Şehri-Akademie (DAKME) dokumentiert wurden. Im Kontext des Projekts der Alevi-Enzyklopädie verfolgt diese Arbeit das Ziel, die mündlichen Überlieferungen von Pirs und Anas zu dokumentieren, auf einer digitalen Plattform sichtbar zu machen und religiöse Erinnerung an kommende Generationen weiterzugeben. Das Video stellt ein wichtiges Beispiel für die Bewahrung und Archivierung des sprachlichen und rituellen Erbes der kurdisch-alevitischen Gemeinschaft dar.
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