Herdu Dewreş, Xızır/Hızır, Duzgı, Munzur, Dersim, Raa Haqi und kırmanckî Gebet – Pir Haydar Buğa
In diesem Video erläutert Pir Haydar Buğa ausführlich das Konzept Herd-u Dewreş (Derwischland / Wohnort der Derwische), einen der zentralen Begriffe des Dersimer Alevitentums (Raa Haqi), begleitet von kırmanckî (Zazaki) deyiş, Gebeten, nefes und gülbenk. Er zeigt auf, dass dieser Begriff nicht lediglich eine räumliche Zugehörigkeit bezeichnet, sondern einen vielschichtigen Bedeutungsraum ausdrückt, der eng mit Glauben, yol und Kosmologie verbunden ist.
Ein besonderer Schwerpunkt der Darstellung liegt auf der Rolle der kırmanckî-Sprache im Glaubensuniversum von Raa Haqi. Als von der UNESCO bedrohte Sprache wird kırmanckî nicht nur als Kommunikationsmittel verstanden, sondern als zentrale Glaubenssprache, die symbolische, bildhafte und batın-Bedeutungen trägt. Anhand von deyiş und Gebeten erläutert Pir Haydar Boğa, wie diese Sprache einen eigenständigen Bedeutungsrahmen innerhalb der Raa Haqi-Kosmologie hervorbringt.
Im Verlauf des Videos veranschaulicht der Pir das Konzept Herd-u Dewreş anhand von Figuren wie Xızır, Duzgı und Munzur, die in der Raa Haqi-Kosmologie der Kategorie der wayir zugeordnet werden. Er geht darauf ein, wie Herd-u Dewreş seine Bedeutung im Zusammenspiel von heiligen Orten, heiligen Wesen und der Natur erhält und wie diese Figuren in der heiligen Geografie Dersims mit sowohl zahir- als auch batın-Dimensionen verortet sind, sichtbar gemacht durch die kırmanckî mündliche Kultur.
Die Darstellung von Pir Haydar Buğa macht deutlich, wie Herd-u Dewreş in der Raa Haqi-Tradition mit yol, religiösem Dienst, Zugehörigkeit und kosmologischer Kontinuität verknüpft ist. In diesem Sinne zeigt das Video, dass Begriffe, Sprache und heilige Geografie im Dersimer Alevitentum nicht getrennt voneinander gedacht werden können, und bietet eine besonders lehrreiche Perspektive darauf, wie religiöses Wissen durch mündliche Kultur weitergegeben und vertieft wird.
Diese Aufnahme wurde am 6.–7. Dezember 2025 in den CAN TV Studios in Köln im Rahmen der mündlichen Geschichts- und visuellen Archivarbeit der Alevi Enzyklopädie sowie der Reihe „Aus den Worten der Wegführer:innen“ aufgezeichnet.
Ein besonderer Schwerpunkt der Darstellung liegt auf der Rolle der kırmanckî-Sprache im Glaubensuniversum von Raa Haqi. Als von der UNESCO bedrohte Sprache wird kırmanckî nicht nur als Kommunikationsmittel verstanden, sondern als zentrale Glaubenssprache, die symbolische, bildhafte und batın-Bedeutungen trägt. Anhand von deyiş und Gebeten erläutert Pir Haydar Boğa, wie diese Sprache einen eigenständigen Bedeutungsrahmen innerhalb der Raa Haqi-Kosmologie hervorbringt.
Im Verlauf des Videos veranschaulicht der Pir das Konzept Herd-u Dewreş anhand von Figuren wie Xızır, Duzgı und Munzur, die in der Raa Haqi-Kosmologie der Kategorie der wayir zugeordnet werden. Er geht darauf ein, wie Herd-u Dewreş seine Bedeutung im Zusammenspiel von heiligen Orten, heiligen Wesen und der Natur erhält und wie diese Figuren in der heiligen Geografie Dersims mit sowohl zahir- als auch batın-Dimensionen verortet sind, sichtbar gemacht durch die kırmanckî mündliche Kultur.
Die Darstellung von Pir Haydar Buğa macht deutlich, wie Herd-u Dewreş in der Raa Haqi-Tradition mit yol, religiösem Dienst, Zugehörigkeit und kosmologischer Kontinuität verknüpft ist. In diesem Sinne zeigt das Video, dass Begriffe, Sprache und heilige Geografie im Dersimer Alevitentum nicht getrennt voneinander gedacht werden können, und bietet eine besonders lehrreiche Perspektive darauf, wie religiöses Wissen durch mündliche Kultur weitergegeben und vertieft wird.
Diese Aufnahme wurde am 6.–7. Dezember 2025 in den CAN TV Studios in Köln im Rahmen der mündlichen Geschichts- und visuellen Archivarbeit der Alevi Enzyklopädie sowie der Reihe „Aus den Worten der Wegführer:innen“ aufgezeichnet.
GALERİ
Gesprächspartner:in
- Ahmet Kerim Gültekin