Kerbela & Gewalt gegen Aleviten
In diesem Video erläutert Pir Celal Fırat die historischen und symbolischen Bedeutungen des Ereignisses von Kerbela im alevitischen Glaubenssystem eingehend. Kerbela wird nicht nur als eine historische Katastrophe verstanden, sondern im Alevitentum als universelles Symbol des Widerstands gegen Unterdrückung, der Treue zur Wahrheit und der Parteinahme für die Unterdrückten interpretiert. Pir Fırat zeigt im Kontext der mündlichen Kultur auf, wie diese Erzählung im heutigen Alevitentum lebendig gehalten wird, insbesondere durch Traditionen von Trauer, Klage und Mersiye.
Zugleich thematisiert das Video historische und gegenwärtige Formen von Gewalt gegen Aleviten und bewertet Prozesse der Ausgrenzung, Verleugnung, Assimilation und physischen Vernichtung – von der osmanischen Zeit bis in die Gegenwart – als eine fortdauernde Verlängerung der Tragödie von Kerbela. In diesem Zusammenhang erscheint Kerbela nicht nur als Symbol der Vergangenheit, sondern auch der Gegenwart und nimmt eine zentrale Rolle im kollektiven Gedächtnis sowie in der Widerstandsethik alevitischer Gemeinschaften ein.
Diese Erzählung wurde im Rahmen des Pirler–Analar-Workshops aufgezeichnet, der am 10.–11. Mai 2025 unter der Trägerschaft des Dortmunder Alevitischen Kulturzentrums – Rıza-Şehri-Akademie (DAKME) stattfand. Als Teil des Projekts der Alevi-Enzyklopädie verfolgt diese Arbeit das Ziel, die vielschichtigen Bedeutungen von Kerbela im alevitischen sozialen Gedächtnis sichtbar zu machen und Formen der Auseinandersetzung mit systematischer Gewalt gegen Aleviten durch mündliche Kultur zu dokumentieren. Das Video stellt eine wichtige Quelle für Forschende dar, die zu historischer Gerechtigkeit, Erinnerungsstudien und alevitischer Widerstandstheologie arbeiten.
Zugleich thematisiert das Video historische und gegenwärtige Formen von Gewalt gegen Aleviten und bewertet Prozesse der Ausgrenzung, Verleugnung, Assimilation und physischen Vernichtung – von der osmanischen Zeit bis in die Gegenwart – als eine fortdauernde Verlängerung der Tragödie von Kerbela. In diesem Zusammenhang erscheint Kerbela nicht nur als Symbol der Vergangenheit, sondern auch der Gegenwart und nimmt eine zentrale Rolle im kollektiven Gedächtnis sowie in der Widerstandsethik alevitischer Gemeinschaften ein.
Diese Erzählung wurde im Rahmen des Pirler–Analar-Workshops aufgezeichnet, der am 10.–11. Mai 2025 unter der Trägerschaft des Dortmunder Alevitischen Kulturzentrums – Rıza-Şehri-Akademie (DAKME) stattfand. Als Teil des Projekts der Alevi-Enzyklopädie verfolgt diese Arbeit das Ziel, die vielschichtigen Bedeutungen von Kerbela im alevitischen sozialen Gedächtnis sichtbar zu machen und Formen der Auseinandersetzung mit systematischer Gewalt gegen Aleviten durch mündliche Kultur zu dokumentieren. Das Video stellt eine wichtige Quelle für Forschende dar, die zu historischer Gerechtigkeit, Erinnerungsstudien und alevitischer Widerstandstheologie arbeiten.
GALERİ
Pir Celal Fırat
Gesprächspartner:in
- Ahmet Kerim Gültekin