Nefes, Deyiş, Gülbenk, Ağıt, Mersiye, Klam
In diesem Video bietet Pir Ahmet Karabulut eine umfassende Bewertung von nefes, deyiş, gülbenk, ağıt, mersiye und klam, die die grundlegendsten Träger der alevitischen Glaubens- und Ritualwelt darstellen. Er betont, dass alle Rituale im Alevitentum über ein mündlich-musikalisches Gedächtnis konstituiert werden und dass diese mündlichen Traditionen eine konstitutive Funktion haben, indem sie das kollektive Gedächtnis der alevitischen Gemeinschaft aufbauen, die soziale Ordnung prägen und die theologischen, ethischen und soziologischen Codes der Glaubenswelt tragen.
Pir Ahmet Karabulut erläutert, dass deyiş und nefes eine didaktische Rolle einnehmen, indem sie die Lehren des yol–erkân konkretisieren; dass gülbenks im cem-Ritual Gebet, niyaz und die Kultur der rıza zum Ausdruck bringen; und dass ağıt, mersiye und klam das historische Leid der Gemeinschaft, die Erinnerung an Kerbela, traumatische Erfahrungen sowie das Gefühl des Widerstands von Generation zu Generation weitergeben. Jede dieser mündlich-musikalischen Formen erfüllt eigenständige Funktionen in unterschiedlichen Dimensionen der alevitischen Sozialität—cem, muhabbet, Trauer, rituelle Übergänge, gemeinschaftliche Solidarität und Identitätsweitergabe—und bildet gemeinsam die ganzheitliche Bedeutungslandkarte der alevitischen Welt.
Indem Pir all diese Kategorien sowohl in ihren historischen Ursprüngen als auch in ihren heutigen Verwendungen behandelt, zeigt er, wie die alevitische mündliche Tradition ein theologisches Gefüge aufbaut, eine ethische Sensibilität hervorbringt und das gesellschaftliche Leben der Aleviten mit symbolischen Bedeutungen durchwebt. Diese Darstellung macht sichtbar, dass die alevitische mündliche Kultur nicht lediglich eine Musiktradition ist, sondern ein ontologischer Rahmen, der die intellektuellen, emotionalen und sozialen Grundlagen alevitischer Existenz bildet.
Diese Aufnahme entstand am 6.–7. Dezember 2025 in den CAN-TV-Studios in Köln im Rahmen der Reihe „Aus der Sicht der Wegführer“ der Alevi-Enzyklopädie.
Pir Ahmet Karabulut erläutert, dass deyiş und nefes eine didaktische Rolle einnehmen, indem sie die Lehren des yol–erkân konkretisieren; dass gülbenks im cem-Ritual Gebet, niyaz und die Kultur der rıza zum Ausdruck bringen; und dass ağıt, mersiye und klam das historische Leid der Gemeinschaft, die Erinnerung an Kerbela, traumatische Erfahrungen sowie das Gefühl des Widerstands von Generation zu Generation weitergeben. Jede dieser mündlich-musikalischen Formen erfüllt eigenständige Funktionen in unterschiedlichen Dimensionen der alevitischen Sozialität—cem, muhabbet, Trauer, rituelle Übergänge, gemeinschaftliche Solidarität und Identitätsweitergabe—und bildet gemeinsam die ganzheitliche Bedeutungslandkarte der alevitischen Welt.
Indem Pir all diese Kategorien sowohl in ihren historischen Ursprüngen als auch in ihren heutigen Verwendungen behandelt, zeigt er, wie die alevitische mündliche Tradition ein theologisches Gefüge aufbaut, eine ethische Sensibilität hervorbringt und das gesellschaftliche Leben der Aleviten mit symbolischen Bedeutungen durchwebt. Diese Darstellung macht sichtbar, dass die alevitische mündliche Kultur nicht lediglich eine Musiktradition ist, sondern ein ontologischer Rahmen, der die intellektuellen, emotionalen und sozialen Grundlagen alevitischer Existenz bildet.
Diese Aufnahme entstand am 6.–7. Dezember 2025 in den CAN-TV-Studios in Köln im Rahmen der Reihe „Aus der Sicht der Wegführer“ der Alevi-Enzyklopädie.
GALERİ
Gesprächspartner:in
- Ahmet Kerim Gültekin