Zeynel Abidin in der alevitischen Mythologie – Unterdrückung und Widerstand
In diesem Video überliefert Pir Veli Uğur eine Erzählung aus der alevitischen Mythologie über Zeynel Abidin, den einzigen männlichen Überlebenden der Tragödie von Kerbela. Diese Erzählung zeichnet nicht nur den historischen Verlauf der Fortführung der Imamenlinie nach Kerbela nach, sondern zeigt zugleich eindrücklich, wie alevitische Gemeinschaften in unterschiedlichen Regionen, mit verschiedenen Sprachen und Traditionen, ihre eigene Existenz mit diesen heiligen Genealogien in Beziehung setzen.
Mythologien sind das lebendige Gedächtnis von Gemeinschaften. Die in dieser Erzählung enthaltenen Figuren, Ereignisse und Symbole können als mentale Landkarten verstanden werden, die die zentralen Begriffe der alevitischen Bedeutungswelt widerspiegeln. Die von Pir vermittelte Erzählung macht die historische Kontinuität des Alevitentums, seine auf mündlicher Überlieferung beruhende Tradierung sowie das im Angesicht von Unterdrückung geformte kollektive Widerstandsgedächtnis sichtbar.
Die Erzählung von Zeynel Abidin trägt eine starke Botschaft in sich: dass das Alevitentum niemals vollständig ausgelöscht werden kann. Unabhängig davon, wie groß das erlittene Unrecht ist, wird das Alevitentum solange fortbestehen, wie Ungerechtigkeit und Unterdrückung andauern – als Glaube der Unterdrückten und als Ideologie des Widerstands. In diesem Sinne stellt die Erzählung für die alevitische Gemeinschaft nicht nur historisches Wissen dar, sondern zugleich eine Quelle von Widerstandskraft und Hoffnung.
Die Sprache, die Symbole und die religiösen Ausdrucksformen, die Pir Veli Uğur bei der Vermittlung dieser Erzählung verwendet, verweben die emotionalen, ethischen und historischen Ebenen der alevitischen Kosmologie miteinander. Das Video bietet ein eindrucksvolles Beispiel für die Bedeutung der mündlichen Kultur im Alevitentum und für das soziale Gedächtnis, das durch solche Erzählungen hervorgebracht wird.
Diese Aufnahme entstand am 27. Juni 2025 in den CAN-TV-Studios in Köln. Die Gespräche wurden im Rahmen des Projekts der Alevi-Enzyklopädie geführt.
Mythologien sind das lebendige Gedächtnis von Gemeinschaften. Die in dieser Erzählung enthaltenen Figuren, Ereignisse und Symbole können als mentale Landkarten verstanden werden, die die zentralen Begriffe der alevitischen Bedeutungswelt widerspiegeln. Die von Pir vermittelte Erzählung macht die historische Kontinuität des Alevitentums, seine auf mündlicher Überlieferung beruhende Tradierung sowie das im Angesicht von Unterdrückung geformte kollektive Widerstandsgedächtnis sichtbar.
Die Erzählung von Zeynel Abidin trägt eine starke Botschaft in sich: dass das Alevitentum niemals vollständig ausgelöscht werden kann. Unabhängig davon, wie groß das erlittene Unrecht ist, wird das Alevitentum solange fortbestehen, wie Ungerechtigkeit und Unterdrückung andauern – als Glaube der Unterdrückten und als Ideologie des Widerstands. In diesem Sinne stellt die Erzählung für die alevitische Gemeinschaft nicht nur historisches Wissen dar, sondern zugleich eine Quelle von Widerstandskraft und Hoffnung.
Die Sprache, die Symbole und die religiösen Ausdrucksformen, die Pir Veli Uğur bei der Vermittlung dieser Erzählung verwendet, verweben die emotionalen, ethischen und historischen Ebenen der alevitischen Kosmologie miteinander. Das Video bietet ein eindrucksvolles Beispiel für die Bedeutung der mündlichen Kultur im Alevitentum und für das soziale Gedächtnis, das durch solche Erzählungen hervorgebracht wird.
Diese Aufnahme entstand am 27. Juni 2025 in den CAN-TV-Studios in Köln. Die Gespräche wurden im Rahmen des Projekts der Alevi-Enzyklopädie geführt.
GALERİ
Gesprächspartner:in
- Ahmet Kerim Gültekin