Hako Sûr: Ein Frühlingsritual der kurdischen Aleviten und Armenier in Dersim
* Dieser Eintrag wurde ursprünglich auf Englisch verfasst.
Hako Sûr, auch bekannt als das Fest des roten Eis, ist eine heute weitgehend vergessene Frühlingstradition, die früher von kurdisch-alevitischen Gemeinschaften in Dersim praktiziert wurde. Historisch fiel dieses Ritual mit dem christlichen Osterfest zusammen und spiegelte einen intensiven kulturellen Austausch zwischen der armenischen und der alevitischen Bevölkerung der Region wider – insbesondere in Zeiten, in denen die armenische Präsenz in Dersim stark war.Zentraler Bestandteil des Rituals war das Färben von Eiern in Rot, ein Symbol für Leben, Erneuerung und Fruchtbarkeit. Die roten Eier wurden in einem gemeinschaftlichen und festlichen Rahmen geteilt und standen für ein geteiltes Verständnis heiliger Zeit, das religiöse Grenzen überschritt.
Heute lebt Hako Sûr nur noch in den Erinnerungen einiger weniger Familien weiter und wird kaum noch praktiziert. Das Ritual gilt als ein eindrücklicher Hinweis auf die multireligiöse Vergangenheit Dersims sowie auf das allmähliche Verschwinden lokaler alevitischer Kalender- und Festtraditionen.
Hako Sûr (Fest des roten Eis)
Hako Sûr, auf Englisch als Red Egg Festival bekannt, ist ein heute nahezu verschwundenes Frühlingsritual, das früher von einigen kurdisch-alevitischen Gemeinschaften und ihren armenischen Nachbar:innen in der Region Dersim (dem heutigen Tunceli und seiner Umgebung) praktiziert wurde. Es stellt einen synkretischen kulturellen Ausdruck dar, der auf gemeinsamen saisonalen Rhythmen beruht, und ist heute vor allem aus den mündlichen Überlieferungen weniger Familien bekannt (Gültekin 2018).
Die Tradition stand in enger Beziehung zu den Osterfeiern (Zatik) der armenisch-christlichen Bevölkerung Dersims und existierte historisch parallel zu diesen. In früheren Zeiten, als die armenische Präsenz in der Region stark war, verkörperte Hako Sûr eine Form kultureller Begegnung, in der geteilte Kosmologien, landwirtschaftliche Zyklen und rituelle Praktiken feste religiöse Abgrenzungen überlagerten. Auch wenn das Ritual heute nicht mehr öffentlich praktiziert wird, bleibt Hako Sûr ein Beispiel für eine regionale, alltagsnahe Spiritualität, die aus Zusammenleben und jahreszeitlichem Wandel hervorgegangen ist (Gültekin 2018).
Historischer und kultureller Kontext
Dersim war über lange Zeit hinweg Heimat eines vielfältigen ethno-religiösen Mosaiks, zu dem kurdische Alevit:innen, Armenier:innen, sunnitische Kurd:innen sowie (sunnitische und alevitische) Türk:innen gehörten. Im Laufe der Geschichte teilten diese Gemeinschaften – unabhängig von Glauben oder Sprache (Kırmancki [auch Zazaki genannt], Kurmanci, Türkisch oder Armenisch) – ähnliche wirtschaftliche Strukturen wie Viehzucht und Landwirtschaft, vergleichbare gemeinschaftliche Lebensformen sowie gemeinsame heilige Kalender (Gültekin 2019).
Dies führte zur Entstehung von überlappenden saisonalen Ritualen und mythologischen Vorstellungswelten, insbesondere in den Winter- und Frühjahrsmonaten, in denen sich das religiöse Leben durch Fasten, Reinigung und symbolische Erneuerung verdichtete.
Für die kurdischen Alevit:innen in Dersim umfasst diese Jahreszeit einen Zyklus von Ritualen wie Gağan, Xızır, Kara Çarşamba (Qerê Çarseme) und Hawtemal. Viele dieser Praktiken lassen sich auf alte iranische Glaubenssysteme zurückführen und fielen zeitlich mit wichtigen christlichen Festen wie Weihnachten und Ostern zusammen. Auf diese Weise entstanden rituelle und symbolische Überschneidungen, die feste religiöse Grenzen durchlässig machten.
Armenisch-alevitische rituelle Verflechtungen in Dersim
Die Frühlingspraxis von Hako Sûr ist ein eindrucksvolles Beispiel für die tiefen rituellen Verflechtungen, die einst die gemeinsame religiöse Landschaft von Dersim prägten – insbesondere zwischen der armenisch-christlichen und der kurdisch-alevitischen Bevölkerung. Wie Robert Moosa (1988) überzeugend gezeigt hat, waren armenische Elemente in den Glaubensvorstellungen und Praktiken der Kızılbaş-Kurden – vor allem in gebirgigen Regionen wie Dersim – kein Zufall. Sie entstanden vielmehr aus jahrhundertelangem Zusammenleben, einer geteilten Wirtschaftsweise und überlappenden rituellen Kalendern.
Ethnographische Berichte und mündliche Überlieferungen aus Dersim zeigen, dass Rituale rund um Geburt, Tod, Frühlingserneuerung und heilige Kalendertage bei Armenier:innen und Alevit:innen oft bemerkenswerte Ähnlichkeiten aufwiesen. So gilt der Donnerstagabend (hêfteya pêncşem) in der alevitischen Kosmologie als eine Zeit besonderer spiritueller Offenheit. Gleichzeitig ist dieser Abend in der armenisch-christlichen Tradition der Vorabend von Zatik (Ostern) und erinnert an das letzte Abendmahl. In beiden Gemeinschaften wurden zu dieser Zeit nächtliche Zusammenkünfte, gemeinsame Mahlzeiten, das Anzünden von Lampen oder Kerzen sowie Rituale der Reinigung praktiziert. Das rote Ei, das sowohl bei Zatik als auch bei Hako Sûr eine zentrale Rolle spielt, symbolisiert in beiden Kontexten Leben über den Tod, Fruchtbarkeit über Stillstand und Erneuerung nach Leid – kosmische Vorstellungen, die religiöse Grenzen überschreiten (Gültekin 2018).
Einige ältere alevitische Gewährspersonen aus Dörfern der Bezirke Ovacık und Hozat erinnern sich daran, dass ihre Großeltern das Färben von Eiern im Frühling als “eine Tradition aus alten Zeiten, als wir mit den gavors lebten” beschrieben – ein umgangssprachlicher Begriff für Armenier:innen, der hier weniger Feindschaft als vielmehr erinnerte Nähe widerspiegelt. In manchen Fällen wurden die gefärbten Eier zwischen Haushalten ausgetauscht, besonders in gemischten oder benachbarten Dörfern, oder zu gemeinsamen Weideplätzen während der Frühlingswanderungen mitgenommen. Diese Praktiken, meist ohne ausgearbeitete theologische Deutung, zeigen eine alltagsnahe rituelle Logik, die auf Zusammenleben und gegenseitiger Übernahme beruhte (Gültekin 2018).
Darüber hinaus markierten sowohl Armenier:innen als auch Alevit:innen den Übergang vom Winter zum Frühling mit rituellen Mahlzeiten, die Kräuter, Milchprodukte und ungesäuertes Brot einschlossen, sowie mit kollektiven Segnungen für Vieh und Ernte. Diese parallelen saisonalen Rhythmen trugen zur Entstehung einer gemeinsamen “sakralen Ökologie” bei – einer Religiosität, die stärker im Land, seinen Zyklen und Anforderungen verankert war als in institutioneller Lehre. Vor diesem Hintergrund sollte Hako Sûr nicht als isolierte Besonderheit verstanden werden, sondern als ein Knotenpunkt innerhalb eines dichten Netzes lokaler ritueller Überschneidungen. Moosas Analyse hilft, die Tradition des roten Eis nicht nur innerhalb der armenischen Liturgie zu verorten, sondern auch als Teil einer breiteren Geschichte hybrider heiliger Zeit in Dersim, in der Symbole, Gesten und Kosmologien über Gemeinschaftsgrenzen hinweg zirkulierten.
Auch ethnographische Forschungen von Hranoush Kharatyan (2014a; 2014b) und Erwan Kerivel (2016) bestätigen, dass Traditionen wie Hako Sûr in einer stark verflochtenen rituellen Landschaft entstanden, die durch das armenisch-alevitische Zusammenleben in Dersim geprägt war. Kharatyan zeigt, dass insbesondere in der späten osmanischen und frühen republikanischen Zeit ganze armenische Gemeinschaften Prozesse durchliefen, die sie als “Alevitisierung” beschreibt – nicht nur im Glauben, sondern auch in sozialer Organisation, ritueller Praxis und Verwandtschaftsbeziehungen. Armenische Dorfbewohner:innen übernahmen Ocak-basierte spirituelle Linien, nahmen an saisonalen Fastenzeiten teil und bewahrten zugleich christliche Elemente wie das Ritual des roten Eis innerhalb einer alevitischen Kosmologie. Diese Veränderungen waren keine plötzlichen Konversionen, sondern langfristige kulturelle Verschmelzungen, getragen von geteilter Geografie und gemeinsamer Teilnahme an land- und jahreszeitenbezogenen Ritualen.
In ähnlicher Weise weist Kerivel starre ethnische Einteilungen zurück und argumentiert, dass die Identität Dersims durch Vermischungen armenischer, kurdischer, persischer und turkmenischer Einflüsse geprägt wurde. Er betont, dass alevitische Identität in Dersim nicht allein sprachlich oder stammesbezogen war, sondern sich über rituelle Zugehörigkeit, Verbindungen zu Pir-Linien und verkörperte Praktiken formte – eine von ihm beschriebene “hybride Struktur”, die tief in lokalen sakralen Ökologien verwurzelt ist. Praktiken wie das Färben roter Eier im frühen Frühling, die von Armenier:innen und Alevit:innen in unterschiedlichen symbolischen Registern bewahrt wurden, zeigen beispielhaft, wie heilige Zeit in Dersim gemeinschaftlich erlebt und rituell gestaltet wurde, selbst wenn politische Entwicklungen diese verflochtenen Traditionen später auseinanderbrachen.
Zusammenfassend verdeutlichen diese Studien, dass Hako Sûr nicht nur ein saisonales Ritual ist, sondern eine lebendige Spur des einst fließenden kulturellen und religiösen Pluralismus von Dersim.
Rituelle Praxis
Hako Sûr wurde in der Regel im frühen Frühling gefeiert, etwa zur gleichen Zeit wie Ostern, und griff zentrale Themen wie Wiedergeburt, Erneuerung und gemeinschaftliches Teilen auf. Im Mittelpunkt der Tradition standen rot gefärbte Eier, die die Erneuerung des Lebens in der Natur symbolisierten und in der christlichen Theologie zugleich für das Blut Christi und die Auferstehung stehen. Bei Alevit:innen entwickelte sich diese Symbolik zu einer stärker naturbezogenen und saisonalen Feier, die nicht an strenge theologische Deutungen gebunden war.
Die Rituale begannen häufig am Donnerstagabend, einem heiligen Zeitpunkt im alevitischen religiösen Leben, der dem Gründonnerstag im Christentum entspricht, an dem des letzten Abendmahls gedacht wird. Zu den rituellen Praktiken gehörten gemeinsame Mahlzeiten, der Austausch von Eiern und gemeinschaftliche Zusammenkünfte. Die roten Eier wurden gefärbt und anschließend in einem spielerischen Wettstreit vorsichtig gegeneinander geschlagen. Wer verlor, schenkte sein Ei der Gewinnerin oder dem Gewinner – oft begleitet von einem Segenswunsch oder einer humorvollen Geste.
Diese Zusammenkünfte stärkten auch nachbarschaftliche Beziehungen und Formen des Zusammenlebens. Armenische und alevitische Familien nahmen teils gemeinsam teil oder pflegten ähnliche Bräuche nebeneinander. Diese kulturelle Nähe steht beispielhaft für ein breiteres Muster symbolischer Übernahmen und ritueller Annäherungen, das die religiöse Landschaft von Dersim über lange Zeit geprägt hat.
Mündliche Überlieferungen und Kontinuitäten im Exil
Feldforschungen und mündliche Überlieferungen zeigen, dass Hako Sûr nicht nur in Dersim existierte, sondern auch während Phasen von Migration und Exil in verschiedenen Formen weitergeführt wurde. Wie in Kazım Gündoğans Buch Alevileştirilmiş Ermeniler (2022) dokumentiert, belegen einige der 72 Interviews, die er mit Alevit:innen oder alevitisierten Armenier:innen führte, dass die Tradition des Eierfärbens über Generationen und Orte hinweg erinnert und praktiziert wurde. Diese Zeugnisse machen deutlich, dass das Ritual nicht nur ein jahreszeitlicher Brauch war, sondern auch der Bewahrung von Identität, Zugehörigkeit und gemeinschaftlichem Zusammenhalt im Alltag diente.
Perus Salik (geb. 1938) erinnert sich: “Ich kam als verheiratete Frau nach Mazgirt. Auch dort schlossen mich manche aus. Aber insgesamt fühlten wir uns wohler. Sie wussten, dass wir Armenier waren. Wir färbten Eier und beteten.”
Die Tradition überdauerte sogar die Jahre des Exils in Westanatolien: “Im Exil verrichteten meine Eltern ihre religiösen Handlungen in ihren eigenen Häusern. In diesem Dorf in Uşak holten sie – entsprechend ihrem christlichen Glauben – ihre Kreuze hervor und beteten zur Sonne. An Feiertagen ehrten sie ihre eigenen Traditionen. Zum Beispiel feierten sie ein Eierfest, sie backten Gebäck. All das geschah heimlich; niemand sonst wusste davon.”
Es zeigt sich zudem, dass Dersimer Armenier:innen Eier auch an anderen Festtagen als Ostern färbten: “Zu Hıdırellez brachte uns meine Mutter Eier, gebratenes Fleisch und Öl. Wir gingen ins Grüne, kochten dort und färbten die Eier. Wir verteilten Eier und Gebäck an unsere Freund:innen.”
Sengül Gündoğdu Devletli (geb. 1961) beschreibt, wie ihre Eltern Sprache und Rituale verbargen: “Wenn sie Armenisch sprachen, taten sie es heimlich, damit wir es nicht hörten. Ich denke, sie hatten Angst. Sie schlossen die Tür ab, damit niemand sie hören konnte – in dem Glauben, dass ‘die Erde Ohren hat’. Gleichzeitig erlaubten sie uns, Gağant zu feiern, und auch Ostern. Aber sie sagten nicht: ‘Das ist Ostern, das ist ein armenisches Fest.’ Sie färbten die Eier mit Zwiebelschalen und brachten sie uns zusammen mit anderen Dingen wie Brötchen in einem Bündel. Wir feierten draußen auf dem Land, aßen und tranken, als wäre es ein einfaches Frühlingsfest. Erst später verstanden wir, dass es sich um das Osterfest handelte.”
Diese Berichte zeigen, dass Hako Sûr und ähnliche Eierfärbe-Rituale flexibel weitergegeben wurden – räumlich und zeitlich angepasst. Mal erschienen sie als jahreszeitlicher Brauch ohne klare religiöse Zuordnung, mal als stille Form der Identitätsbewahrung unter Bedingungen von Angst und Geheimhaltung.
Gegenwärtiger Status und Erinnerung
Im 21. Jahrhundert ist Hako Sûr fast vollständig aus der aktiven Praxis verschwunden. Die demografischen und politischen Brüche des 20. Jahrhunderts – darunter Zwangsumsiedlungen, Massaker und kulturelle Unterdrückung – führten dazu, dass viele gemeinsame Rituale in Dersim allmählich verloren gingen. Heute existiert Hako Sûr vor allem als Erinnerung, die in einigen wenigen Familien bewahrt wird und in mündlichen Erzählungen oder Familienanekdoten auftaucht.
Trotz seines Verschwindens aus der kollektiven Praxis bietet Hako Sûr wichtige Einblicke in die kulturelle Nähe, die einst das zwischengemeinschaftliche Leben in Dersim prägte. Zugleich verweist das Ritual auf alltagsnahe und naturgebundene Dimensionen der kurdisch-alevitischen Ritualpraxis – Dimensionen, die über formale Theologie und institutionalisierte Religion hinausgehen und stattdessen in jahreszeitlichen Zyklen, häuslichen Ritualen und gelebtem Zusammenleben verankert sind.
Schlussfolgerung
Hako Sûr ist heute zwar weitgehend vergessen, bleibt jedoch ein eindrücklicher Hinweis auf die tiefen Verflechtungen, die einst das religiöse und kulturelle Leben von Dersim bestimmten. Als saisonales Ritual, das Gemeinschaftsgrenzen überschritt, spiegelte es nicht nur die Rhythmen der Natur wider, sondern auch die Offenheit lokaler Kosmologien, in denen alevitische und armenische Traditionen nebeneinander bestanden und miteinander in Austausch traten.
Zugleich steht diese Praxis beispielhaft für den langjährigen kulturellen Pluralismus Dersims – für seine Fähigkeit, über Jahrhunderte hinweg ein Mosaik aus Sprachen, Religionen und Traditionen zu beherbergen, die sich häufig überlappten statt zu konkurrieren. Das Verschwinden von Hako Sûr macht die Verletzlichkeit solcher lokalen Überlieferungen angesichts von Vertreibung und historischen Zäsuren sichtbar. Gleichzeitig lädt sein Fortleben im kulturellen Gedächtnis dazu ein, das Alltägliche im Heiligen neu zu betrachten und weiter zu erforschen, wie Rituale – so klein oder lokal sie auch sein mögen – größere Geschichten von Zusammenleben, Widerstandskraft und geteilter heiliger Zeit sichtbar machen können.
Gültekin, Ahmet Kerim. 2018. “Alevi – Kürt Paskalyası”, Cumhuriyet – Pazar, April 8, 2018.
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