Kirvelik (1)
Kirvelik, im Kontext des Dersim-Alevitentums (Raa Haqi), bezeichnet nicht nur eine symbolische Form von Verwandtschaft, die um das Beschneidungsritual entsteht. Vielmehr handelt es sich um...
Firik Dede (Pir Firik von Dersim)
Firik Dede, der im vergangenen Jahrhundert in der Region Ovacık in Dersim lebte, nimmt im kollektiven Gedächtnis der kurdischen Aleviten sowohl als heilige Figur volkstümlicher...
Hako Sûr: Ein Frühlingsritual der kurdischen Aleviten und Armenier in Dersim
Hako Sûr, auch bekannt als das Fest des roten Eis, ist eine heute weitgehend vergessene Frühlingstradition, die früher von kurdisch-alevitischen Gemeinschaften in Dersim praktiziert wurde....
Der Şavak-Stamm: Eine alevitisch-sunnitische Nomadengemeinschaft Dersims
Der Şavak-Stamm nimmt innerhalb des ethnokulturellen Mosaiks von Dersim sowohl historisch als auch soziologisch eine besondere Stellung ein. Als einer der seltenen Fälle, in denen...
Güruh-u Naci - Der Schöpfungsmythos im Raa Haqi (Dersim-Alevitentum)
Im Raa Haqi (auch als Dersim-Alevitentum oder kurdisches Alevitentum bezeichnet) bildet der Schöpfungsmythos ein grundlegendes Narrativ und symbolisches Universum, durch das die kosmologischen Grundlagen des...
Alevi Studies und Synkretismus
Synkretismus bezeichnet die Herausbildung neuer religiöser oder kultureller Ausdrucksformen, die aus dem Zusammenwirken unterschiedlicher Glaubenssysteme und Praktiken entstehen. In der wissenschaftlichen Literatur wird der Begriff...
Mehmet Yıldırım (Dêsimli Memed)
Dr. Mehmet Yıldırım (1974–2023), auch unter seinem Pseudonym Dêsimli Memed bekannt, war ein Wissenschaftler, dessen akademische und archivalische Forschung darauf zielte, die historische und soziale...
Dâr
Im alevitischen Glaubenssystem stellt das Konzept des dâr ein vielschichtiges Mikrozentrum dar, in dem Ritual, Ethik, Theologie und Mythologie eng miteinander verflochten sind. Als sakrale...
Dersim – Jiar û Diyar (Heilige Geographie)
Dieser Eintrag versteht Dersim nicht als bloße geografische oder administrative Region, sondern als eine sakral-politische Topographie (kulturelle Geographie), die im Zentrum der Kosmologie und des...
Kırkbudak – Zeitschrift für anatolische Volksglaubensforschung (2005–2007)
Kırkbudak – Zeitschrift für die Erforschung anatolischer Volksglaubensformen wurde zwischen 2005 und 2007 veröffentlicht und gilt als die erste begutachtete akademische Zeitschrift in der Türkei,...
Alevitische digitale Archive und epistemische Autonomie: Die institutionelle und digitale Transformation alevitischen Wissens
Dieser Artikel zeigt: Das Wissen über das Alevitentum wurde durch die „alevitische Publikationswelle“ der 1990er Jahre stärker sichtbar. Heute hat dieses Wissen eine neue Schwelle erreicht. Digitale Archive, Online-Enzyklopädien, Oral-History-Aufnahmen...
Ein historischer Wendepunkt und der Wille, die Zukunft zu gestalten
Die Alevi-Enzyklopädie ist eine Initiative der Aleviten, gegen physische und epistemische Gewalt sowie Assimilation. Sie zielt darauf ab, das reiche, vielfältige kulturelle Erbe der Gemeinschaft aus eigenen Quellen zu dokumentieren...
Dr. Ahmet Kerim Gültekin
Ahmet Kerim Gültekin ist seit 2018 ein im Exil lebender Wissenschaftler mit Sitz in Deutschland. Seine Forschung konzentriert sich auf religiöse Gemeinschaften in der Diaspora, insbesondere auf alevitische Gemeinschaften in der europäischen Diaspora. Vor seinem Exil war er als Assistenzprofessor an der Munzur-Universität in Tunceli (Türkei) tätig. Seine Arbeiten zu nichtstaatlich anerkannten religiösen und ethnischen Minderheiten – insbesondere zu den kurdischen Alevit:innen in Dersim – führten zu wichtigen wissenschaftlichen Beiträgen. Aufgrund seines politischen Engagements und seiner kritischen Forschung wurde er 2017 zu Unrecht entlassen und anschließend vom SAR-Netzwerk als „Scholar at Risk“ anerkannt.
Er promovierte 2013 in Ethnologie an der Universität Ankara, wo er zuvor auch seinen Masterabschluss in Sozialanthropologie erworben hatte. Seit seinem Umzug nach Deutschland hat er seine Forschung auf die alevitische Diaspora in Westeuropa ausgeweitet. Dabei führte er langfristige ethnografische Feldforschungen durch, insbesondere in Berlin und London. Er leitete und beteiligte sich an mehreren akademischen Projekten an der Universität Leipzig (2018–2021, DFG-gefördertes Projekt „Multiple Secularities“) sowie an der Freien Universität Berlin (2021–2023), wo er auch Masterseminare zu den Aleviten aus Dersim abhielt. Im Jahr 2023 war er zudem Gastwissenschaftler an der University of Westminster in London.
Gültekins Forschungsschwerpunkte umfassen ethnische und kulturelle Identität, politische Zugehörigkeit, kollektives Gedächtnis, Volksnarrative und Glaubensvorstellungen, Mythologie, Oral History, heilige Orte, Alevi- und Dersim-Studien, kulturelles Erbe, Migration und transnationale Gemeinschaften sowie ethnografische und qualitative Forschungsmethoden.
Er promovierte 2013 in Ethnologie an der Universität Ankara, wo er zuvor auch seinen Masterabschluss in Sozialanthropologie erworben hatte. Seit seinem Umzug nach Deutschland hat er seine Forschung auf die alevitische Diaspora in Westeuropa ausgeweitet. Dabei führte er langfristige ethnografische Feldforschungen durch, insbesondere in Berlin und London. Er leitete und beteiligte sich an mehreren akademischen Projekten an der Universität Leipzig (2018–2021, DFG-gefördertes Projekt „Multiple Secularities“) sowie an der Freien Universität Berlin (2021–2023), wo er auch Masterseminare zu den Aleviten aus Dersim abhielt. Im Jahr 2023 war er zudem Gastwissenschaftler an der University of Westminster in London.
Gültekins Forschungsschwerpunkte umfassen ethnische und kulturelle Identität, politische Zugehörigkeit, kollektives Gedächtnis, Volksnarrative und Glaubensvorstellungen, Mythologie, Oral History, heilige Orte, Alevi- und Dersim-Studien, kulturelles Erbe, Migration und transnationale Gemeinschaften sowie ethnografische und qualitative Forschungsmethoden.