Firik Dede (Pir Firik von Dersim)

Firik Dede (Pir Firik von Dersim)

Firik Dede, der im vergangenen Jahrhundert in der Region Ovacık in Dersim lebte, nimmt im kollektiven Gedächtnis der kurdischen Aleviten sowohl als heilige Figur volkstümlicher...
Gültekin_Paskalya

Hako Sûr: Ein Frühlingsritual der kurdischen Aleviten und Armenier in Dersim

Hako Sûr, auch bekannt als das Fest des roten Eis, ist eine heute weitgehend vergessene Frühlingstradition, die früher von kurdisch-alevitischen Gemeinschaften in Dersim praktiziert wurde....
Foto: Caner Canerik

Dersim – Jiar û Diyar (Heilige Geographie)

Dieser Eintrag versteht Dersim nicht als bloße geografische oder administrative Region, sondern als eine sakral-politische Topographie (kulturelle Geographie), die im Zentrum der Kosmologie und des...
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Jiare / Ziyaret – (Heilige Orte und Objekte) im Raa-Haqi-Glauben (Dersimer Alevitentum)

Das Konzept der jiare – heiliger Orte oder heiliger Objekte mit spiritueller Präsenz – stellt ein grundlegendes Element des Glaubenssystems Raa Haqi dar. Dieser Glaube...
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Ein historischer Wendepunkt und der Wille, die Zukunft zu gestalten


Die Alevi-Enzyklopädie ist eine Initiative der Aleviten, gegen physische und epistemische Gewalt sowie Assimilation. Sie zielt darauf ab, das reiche, vielfältige kulturelle Erbe der Gemeinschaft aus eigenen Quellen zu dokumentieren...
Bild von Dr. Ahmet Kerim Gültekin

Dr. Ahmet Kerim Gültekin

Ahmet Kerim Gültekin ist seit 2018 ein im Exil lebender Wissenschaftler mit Sitz in Deutschland. Seine Forschung konzentriert sich auf religiöse Gemeinschaften in der Diaspora, insbesondere auf alevitische Gemeinschaften in der europäischen Diaspora. Vor seinem Exil war er als Assistenzprofessor an der Munzur-Universität in Tunceli (Türkei) tätig. Seine Arbeiten zu nichtstaatlich anerkannten religiösen und ethnischen Minderheiten – insbesondere zu den kurdischen Alevit:innen in Dersim – führten zu wichtigen wissenschaftlichen Beiträgen. Aufgrund seines politischen Engagements und seiner kritischen Forschung wurde er 2017 zu Unrecht entlassen und anschließend vom SAR-Netzwerk als „Scholar at Risk“ anerkannt.

Er promovierte 2013 in Ethnologie an der Universität Ankara, wo er zuvor auch seinen Masterabschluss in Sozialanthropologie erworben hatte. Seit seinem Umzug nach Deutschland hat er seine Forschung auf die alevitische Diaspora in Westeuropa ausgeweitet. Dabei führte er langfristige ethnografische Feldforschungen durch, insbesondere in Berlin und London. Er leitete und beteiligte sich an mehreren akademischen Projekten an der Universität Leipzig (2018–2021, DFG-gefördertes Projekt „Multiple Secularities“) sowie an der Freien Universität Berlin (2021–2023), wo er auch Masterseminare zu den Aleviten aus Dersim abhielt. Im Jahr 2023 war er zudem Gastwissenschaftler an der University of Westminster in London.

Gültekins Forschungsschwerpunkte umfassen ethnische und kulturelle Identität, politische Zugehörigkeit, kollektives Gedächtnis, Volksnarrative und Glaubensvorstellungen, Mythologie, Oral History, heilige Orte, Alevi- und Dersim-Studien, kulturelles Erbe, Migration und transnationale Gemeinschaften sowie ethnografische und qualitative Forschungsmethoden.
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