Jiare / Jare / Ziyaret – Weibliche heilige Orte & das Dersim-38-Mahnmal (Berlin)
Dieses Video nähert sich dem Konzept der jiare (ziyaret), einem der grundlegenden Pfeiler des alevitischen Glaubens, aus einer weiblichen Perspektive. Weiblich zentrierte Besuchsorte in den Regionen Erzincan und Dersim—Bağır Ana, Jara Sure, Tapa Qure, Kızıl Gelin, Xaskar Ana, Jele Ana und Buyer Ana—werden sowohl als konkrete Entsprechungen weiblicher Figuren in der Batın-Welt als auch als Trägerinnen des kollektiven Gedächtnisses behandelt. Jährliche Besuchsrituale werden zusammen mit Praktiken vermittelt, die unter der Führung von Frauen gestaltet sind; das in Kirmancki-Gedichten ausgedrückte Gefühl von Heiligkeit und Widerstand vertieft die emotionale Dimension der Erzählung. Mit dem Bezug auf das Dersim-38-Mahnmal in Berlin wird hervorgehoben, dass das Konzept des ziyaret nicht nur religiös, sondern zugleich eine historische und politische Form des Erinnerns ist. Diese Darstellung deutet den jiare-Kult innerhalb der Batın-Kosmologie im Licht weiblicher Figuren neu und verleiht der alevitischen Glaubenspraxis eine eigenständige weibliche Erinnerung.
Diese Aufnahme entstand am 10.–11. Mai 2025 im Dortmunder Alevitischen Kulturzentrum (DAKME) im Rahmen des Pirler–Analar-Workshops, der für das Projekt der Alevi-Enzyklopädie unter dem Dach der Rıza-Şehri-Akademie durchgeführt wurde.
Diese Aufnahme entstand am 10.–11. Mai 2025 im Dortmunder Alevitischen Kulturzentrum (DAKME) im Rahmen des Pirler–Analar-Workshops, der für das Projekt der Alevi-Enzyklopädie unter dem Dach der Rıza-Şehri-Akademie durchgeführt wurde.
GALERİ
Gesprächspartner:in
- Dr. Hayal Hanoğlu