Das Erwecken und Sırlama des Delil/Çerağ: Zahlensymbolik im Alevitentum
In diesem Video erklärt Pir Hasan Aygün die Praxis des Erweckens des delil, die in alevitischen Ritualen eine zentrale Rolle spielt, sowie die religiösen Bedeutungen des Begriffs delil/çerağ. Nach Aygün ist das Alevitentum ein Yol. Der delil oder çerağ ist das Licht, der Wegweiser und das Symbol der Hinwendung zur Wahrheit für die cans, die auf diesem Yol gehen. Deshalb wird der çerağ in alevitischen Ritualen nicht nur als eine Kerze verstanden, die angezündet wird. Er gilt als sichtbares Zeichen von Hak, hakikat und der Suche nach Wahrheit.
Im Video geht es um die Begriffe des „Erweckens“ und des sırlama des çerağ. Dabei wird erklärt, dass der çerağ nicht einfach auf gewöhnliche Weise angezündet und gelöscht wird. Er wird innerhalb eines rituellen erkân erweckt und danach wieder durch erkân gesiegelt. Aygün betont, dass der çerağ zugleich den Ocak repräsentiert. Wenn der delil erweckt wird, beginnt die muhabbet, die Namen der pirs werden genannt, und die Gemeinschaft setzt sich mit rızalık nieder und steht mit rızalık wieder auf. Er erklärt, dass früher in den cems ein einzelner delil entzündet wurde und dass dieser im Zusammenhang mit kurban aus traditionellen Materialien wie Schafsfett vorbereitet wurde. Ausgehend vom heutigen Beispiel, dass besonders in cems in Deutschland drei delils entzündet werden, spricht er auch über die symbolische Bedeutung von Zahlen wie „3“, „5“, „7“, „17“ und „40“ im Alevitentum. Aygün erklärt außerdem, dass der delil nicht nur in cems, sondern auch an heiligen Orten erweckt wird. Diese Orte können manchmal Gräber von pirs sein, manchmal aber auch heilige Orte in der Natur, die keine Gräber sind, jedoch einen Namen und eine spirituelle Persönlichkeit besitzen.
Diese Aufnahme wurde am 18. April 2026 in Ginsheim-Gustavsburg bei Frankfurt, in der Alevitische Gemeinde und Cemevi e.V. (Lange Streng 12, 65462 Ginsheim-Gustavsburg), im Rahmen der Reihe „Yol Önderlerinin Dilinden“ der Alevi-Enzyklopädie aufgenommen.
Im Video geht es um die Begriffe des „Erweckens“ und des sırlama des çerağ. Dabei wird erklärt, dass der çerağ nicht einfach auf gewöhnliche Weise angezündet und gelöscht wird. Er wird innerhalb eines rituellen erkân erweckt und danach wieder durch erkân gesiegelt. Aygün betont, dass der çerağ zugleich den Ocak repräsentiert. Wenn der delil erweckt wird, beginnt die muhabbet, die Namen der pirs werden genannt, und die Gemeinschaft setzt sich mit rızalık nieder und steht mit rızalık wieder auf. Er erklärt, dass früher in den cems ein einzelner delil entzündet wurde und dass dieser im Zusammenhang mit kurban aus traditionellen Materialien wie Schafsfett vorbereitet wurde. Ausgehend vom heutigen Beispiel, dass besonders in cems in Deutschland drei delils entzündet werden, spricht er auch über die symbolische Bedeutung von Zahlen wie „3“, „5“, „7“, „17“ und „40“ im Alevitentum. Aygün erklärt außerdem, dass der delil nicht nur in cems, sondern auch an heiligen Orten erweckt wird. Diese Orte können manchmal Gräber von pirs sein, manchmal aber auch heilige Orte in der Natur, die keine Gräber sind, jedoch einen Namen und eine spirituelle Persönlichkeit besitzen.
Diese Aufnahme wurde am 18. April 2026 in Ginsheim-Gustavsburg bei Frankfurt, in der Alevitische Gemeinde und Cemevi e.V. (Lange Streng 12, 65462 Ginsheim-Gustavsburg), im Rahmen der Reihe „Yol Önderlerinin Dilinden“ der Alevi-Enzyklopädie aufgenommen.
GALERİ
Gesprächspartner:in
- Dr. Ahmet Kerim Gültekin