Kurmanci-Gebete und Gülbenks, Gebete an Sonne und Mond in Dersim
In diesem Video behandelt Ana Didar Cenan die Tradition der Gebete und gülbenks im Dersim-Alevitentum (Raa Haqi), mit besonderem Fokus auf die in Kurmanci gesprochenen Gebete an Sonne und Mond. Die Darstellung macht aus der inneren Perspektive der Raa Haqi-Kosmologie, ihres Symboluniversums und ihrer Bedeutungswelt die Beziehung zwischen Mensch, Natur und heiligen Wesen sichtbar. Gebete, die sich an kosmische Entitäten wie Sonne und Mond richten, zeigen deutlich, dass Natur im Dersim-Alevitentum nicht als passives Element verstanden wird, sondern als ein lebendiges Wesen, zu dem Beziehungen bestehen.
Das Video präsentiert zudem Beispiele von Kurmanci-Gebeten und gülbenks, die beim Erwecken des çerağ gesprochen werden. Diese Gebete liefern wichtige Hinweise darauf, wie im Raa Haqi-Glauben religiöse Praxis und Alltag, Ritual und kollektives Gedächtnis eng miteinander verwoben sind. Die von Ana Didar Cenan vermittelten Beispiele verdeutlichen, dass Gebete nicht nur sprachliche Äußerungen sind, sondern Teil einer Glaubenspraxis, die Gefühle, Intention, rızalık und die Wahrung des kosmischen Gleichgewichts umfasst.
Diese Zusammenstellung dokumentiert eine in Kurmanci überlieferte Glaubenserinnerung, eine Gefühlswelt und eine kosmologische Vorstellung, die vom Verschwinden bedroht sind. Durch Gebete und gülbenks wird die ganzheitliche Auffassung des Raa Haqi-Glaubens im Dersim vermittelt, in der Natur, Mensch und das Heilige gemeinsam gedacht werden. In dieser Hinsicht stellt das Video eine äußerst wichtige Quelle sowohl für den Erhalt der mündlichen Kultur als auch für das Verständnis der eigenständigen Epistemologie des Raa Haqi-Glaubens dar.
Diese Aufnahme entstand am 6.–7. Dezember 2025 in den CAN-TV-Studios in Köln im Rahmen der mündlichen Geschichts- und visuellen Archivarbeit der Alevi-Enzyklopädie als Teil der Reihe „Aus der Sicht der Wegführer“.
Das Video präsentiert zudem Beispiele von Kurmanci-Gebeten und gülbenks, die beim Erwecken des çerağ gesprochen werden. Diese Gebete liefern wichtige Hinweise darauf, wie im Raa Haqi-Glauben religiöse Praxis und Alltag, Ritual und kollektives Gedächtnis eng miteinander verwoben sind. Die von Ana Didar Cenan vermittelten Beispiele verdeutlichen, dass Gebete nicht nur sprachliche Äußerungen sind, sondern Teil einer Glaubenspraxis, die Gefühle, Intention, rızalık und die Wahrung des kosmischen Gleichgewichts umfasst.
Diese Zusammenstellung dokumentiert eine in Kurmanci überlieferte Glaubenserinnerung, eine Gefühlswelt und eine kosmologische Vorstellung, die vom Verschwinden bedroht sind. Durch Gebete und gülbenks wird die ganzheitliche Auffassung des Raa Haqi-Glaubens im Dersim vermittelt, in der Natur, Mensch und das Heilige gemeinsam gedacht werden. In dieser Hinsicht stellt das Video eine äußerst wichtige Quelle sowohl für den Erhalt der mündlichen Kultur als auch für das Verständnis der eigenständigen Epistemologie des Raa Haqi-Glaubens dar.
Diese Aufnahme entstand am 6.–7. Dezember 2025 in den CAN-TV-Studios in Köln im Rahmen der mündlichen Geschichts- und visuellen Archivarbeit der Alevi-Enzyklopädie als Teil der Reihe „Aus der Sicht der Wegführer“.
GALERİ
Gesprächspartner:in
- Ahmet Kerim Gültekin