Suizid unter alevitischen Jungen der zweiten Generation in Großbritannien

Veröffentlichungsdatum: 2. Juli 2025

ISIL: DE-4607
ISSN: 3055-9928

* Dieser Eintrag wurde ursprünglich auf Englisch verfasst.
Zusammenfassung
Im Zuge der Niederlassung im Vereinigten Königreich wurde die alevitische Gemeinschaft durch eine zuvor unbekannte Suizidwelle unter Jungen der zweiten Generation erschüttert. Zwischen dem Ende der 1990er-Jahre und der Mitte der 2000er-Jahre wurden mehr als 50 Suizidfälle unter alevitischen Jungen gemeldet (Cetin 2016). In den Jahren 2007 bis 2009 starben elf Jungen durch Suizid, zwei von ihnen kannte ich persönlich. Wie viele andere war auch ich über diesen Verlust von Menschenleben zutiefst besorgt und beschloss, das Thema genauer zu untersuchen. Meine über einen Zeitraum von vier Jahren durchgeführte Forschung analysierte den gesellschaftlichen Kontext dieser einzelnen Fälle, um zu verstehen, welche Bedingungen ihre Suizidgefährdung erhöhten. Viele der Jungen waren in eine „Regenbogen-Unterschicht“ geraten, die durch Schulabbruch, die Beteiligung an lokalen Jugendbanden und konfliktreiche Beziehungen gekennzeichnet war. Diese Faktoren führten zu Instabilität in ihrem Leben und zu einer Identitätskrise. Dieser Beitrag beschreibt das soziale Umfeld, in dem die Suizide stattfanden, untersucht die Gründe für ihr Auftreten und bewertet sowohl ihre weiterreichenden Auswirkungen auf die Gemeinschaft als auch die Maßnahmen, mit denen diese versuchte, das Risiko weiterer Todesfälle zu verringern.

Der gesellschaftliche Kontext der Alevit:innen im Vereinigten Königreich

Die Migration von Alevit:innen in nennenswerter Zahl in das Vereinigte Königreich begann in den 1980er-Jahren nach dem Militärputsch in der Türkei. Viele verließen das Land, um der Gewalt und Folter unter dem Militärregime zu entkommen. Die Zahl der Migrant:innen erreichte in den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren ihren Höhepunkt, als sie als politische Flüchtlinge in das Vereinigte Königreich kamen. Sie stammten überwiegend aus ländlichen Gebieten von Provinzen wie Maraş, Sivas, Malatya, Kayseri und Antep, die für Massaker und Pogrome gegen Alevit:innen bekannt sind.

Zu den wichtigsten Faktoren, die Alevit:innen in dieser Zeit zur Flucht aus der Türkei veranlassten, gehörten die Angst vor weiteren Massakern im Zusammenhang mit dem Erstarken ultranationalistischer und islamisch-fundamentalistischer Gruppen sowie der bewaffnete Konflikt zwischen der Arbeiterpartei Kurdistans (Partiya Karkerên Kurdistanê, PKK) und dem türkischen Staat. Die wichtigsten Faktoren, die sie in das Vereinigte Königreich zogen, waren die damals fehlende Visumpflicht, bereits in London lebende Bekannte sowie die Hoffnung auf bessere Bildungs- und Lebensmöglichkeiten für ihre Kinder (Cetin und Jenkins 2024).

Die erste Generation der Alevit:innen lebte in Londoner Stadtbezirken wie Hackney, Haringey und Islington. Sie arbeitete hart, um ihren Familien ein neues Leben aufzubauen, und konnte ihre Religion frei praktizieren, was ihr ein Gefühl des Stolzes vermittelte. Die Alevit:innen etablierten sich als eine weitgehend eigenständige und funktionierende ethnoreligiöse Gemeinschaft. Sie lebten in denselben Wohnvierteln und Sozialwohnungen und arbeiteten in Textilfabriken, in der Gastronomie, in kleinen Lebensmittelgeschäften sowie in gemeinsam vermittelten Beschäftigungsverhältnissen.

Zu Beginn der 1990er-Jahre organisierten sie sich in politischen, kulturellen und religiösen Gemeindezentren und nahmen an Hochzeiten sowie kulturellen Veranstaltungen teil, die von diesen Zentren organisiert wurden. Es handelte sich dabei eher um eine Integration innerhalb der eigenen Gemeinschaft als um eine Integration in die Mehrheitsgesellschaft. Diese Form der Integration wird als “segregierte Integration” bezeichnet (Cetin 2013). Sie war durch geringe Englischkenntnisse und einen begrenzten kulturellen Austausch mit anderen Gemeinschaften geprägt.

Für die Kinder der zweiten Generation stellte sich die Situation jedoch anders dar. Mit “zweiter Generation” bezeichne ich die Kinder von Eltern der ersten Generation, die entweder im Vereinigten Königreich geboren wurden oder dort ihre Schulbildung erhielten und dadurch die britische Lebensweise und ihre Werte kennenlernten (Cetin 2016). Sie besuchten Schulen, kamen mit Menschen unterschiedlicher Herkunft in Kontakt, lernten Englisch und träumten davon, schnell reich zu werden, ohne ebenso hart arbeiten zu müssen wie ihre Eltern.

Dass Jungen der zweiten Generation durch Suizid starben, erschütterte die Gemeinschaft vollständig, da dieses Problem zuvor nicht bekannt gewesen war. Der folgende Abschnitt zeichnet ihren Weg bis zum Suizid nach.

Die Todesfälle durch Suizid unter alevitischen Jungen der zweiten Generation

Als ich einen Dede, also eine religiöse Führungsperson, interviewte, erklärte er, dass das Alevitentum Suizid unter keinen Umständen erlaube: “Im Alevitentum werden Suizid und Tötung gleich behandelt. Es ist dasselbe wie die Tötung eines anderen Lebewesens. Suizid zu begehen ist ein Zeichen dafür, nicht fähig zu sein. Dir wird kein Leben gegeben, damit du es selbst beendest.” (Dede, London)

Der Ausdruck “Tod durch Suizid” stellt eine neuere Sichtweise dar. Er verlagert die Schuld von der Person, die ihr eigenes Leben beendet, und richtet die Aufmerksamkeit auf die individuellen, gesellschaftlichen und weiteren Faktoren, die zu diesem Ergebnis geführt haben (Cetin 2022).

Die Erforschung von Suizid ist ein äußerst sensibles Thema. Zu verstehen, was dazu geführt hat, wird dadurch erschwert, dass die verstorbene Person ihre Motive nicht mehr erklären kann und die unmittelbar Betroffenen tief belastet sind. Ziel meiner Forschung war es, die Erfahrungen im Zusammenhang mit Todesfällen durch Suizid zu verstehen, indem ich mit Familienangehörigen, Freund:innen und der weiteren Gemeinschaft sprach.

Ich verbrachte Zeit im Gemeindezentrum und nahm auch an einigen Beerdigungen teil. Nach und nach wurde innerhalb der alevitischen Gemeinschaft bekannt, dass ich zu diesem Thema forschte, und Menschen begannen, mit mir darüber zu sprechen. Mit deren Zustimmung interviewte ich Familienangehörige und Freund:innen von elf Jungen der zweiten Generation, die durch Suizid gestorben waren. Außerdem führte ich Interviews mit drei jungen alevitischen Männern, die einen Suizidversuch unternommen hatten.

Einige berichteten, dass es für sie erleichternd gewesen sei, ihre Geschichte erzählen zu können, da sie das Gefühl gehabt hätten, von anderen beschuldigt zu werden. Zum Schutz der Identität der Jungen habe ich ihre Namen geändert und Angaben ausgelassen, durch die sie erkannt werden könnten. Meine Forschung zeigte ähnliche Merkmale in ihren Lebensverläufen, die ihren Weg zum Suizid erklären könnten. Siehe hierzu die Tabelle im Bild; sämtliche Namen wurden anonymisiert.

Im Folgenden erläutere ich, wie sich diese Faktoren auf die alevitischen Jungen der zweiten Generation auswirkten. Die meisten alevitischen Kinder mussten sich in einer ihnen unbekannten Gesellschaft zurechtfinden und zugleich die Erwartungen ihrer Eltern erfüllen, in der Schule und im Berufsleben erfolgreich zu sein.

Da die Kinder Englisch lernten, dolmetschten sie häufig für ihre Eltern bei Behördengängen. Einige nutzten diese Machtposition gegenüber ihren Eltern, um sie darüber zu täuschen, was innerhalb und außerhalb der Schule geschah. Diese Umkehrung der Rollen war ein wichtiger Faktor bei jenen Jugendlichen, die in eine Abwärtsspirale in die sogenannte Rainbow Underclass – die “Regenbogen-Unterschicht” – mit erhöhtem Suizidrisiko gerieten.

Ein Junge beschrieb, wie er Macht über seine Eltern gewann und dadurch den Respekt vor ihnen verlor: “Ich fälschte die Unterschrift meiner Mutter und gab das Schreiben an die Schule zurück […] Eines Tages kam ich nach Hause, und es gab einen Brief, der meine Eltern darüber informierte, dass ich für einige Tage von der Schule ausgeschlossen worden war. Ich sagte meiner Mutter, die Schule mache mit uns einen Ausflug und ich müsse dreißig Pfund mitnehmen. Sie sagte: in Ordnung.” (Burhan, London)

Die meisten alevitischen Kinder waren in der Grundschule erfolgreich, doch einige empfanden die weiterführende Schule als deutlich schwieriger. Schlechte schulische Leistungen hatten insbesondere bei Jungen verschiedene Ursachen und Folgen. Für leistungsschwache Schüler:innen gab es nur wenig Unterstützung. Ihre Eltern konnten ihnen ebenfalls kaum helfen, weil sie weder das Bildungssystem ausreichend kannten noch über die notwendigen Sprachkenntnisse verfügten.

In der Schule erlebten die Jungen häufig Rassismus und interethnische Spannungen. Zum eigenen Schutz schlossen sie sich oftmals Schulbanden an und verloren schrittweise das Vertrauen in das Bildungssystem als gerechte Institution. Diese Entfremdung trug dazu bei, dass sie die Schule abbrachen oder von ihr ausgeschlossen wurden. Insbesondere bei Jungen konnten schlechte schulische Leistungen den entscheidenden Wendepunkt darstellen, der eine Abwärtsspirale in die Rainbow Underclass auslöste.

Portes et al. (2005) beschreiben die Rainbow Underclass als einen sozialen Zusammenhang, der durch schulisches Scheitern, interethnische Konflikte, die Beteiligung an Banden, eine Krise von Männlichkeitsvorstellungen, belastete familiäre und persönliche Beziehungen sowie ein Suizidrisiko gekennzeichnet ist.

Durkheim, ein Soziologe des 19. Jahrhunderts, verfasste seine bekannte Studie Der Selbstmord. Darin beschreibt er die Gesellschaft als ein System, das durch Kräfte der Integration – etwa Familie, Bildung und Arbeit – sowie der Regulierung – beispielsweise Recht, Polizei und Militär – im Gleichgewicht gehalten wird. Wird dieses Gleichgewicht gestört, entsteht Instabilität, die je nach Ausmaß von Integration und Regulierung zu unterschiedlichen Formen des Suizids führen kann.

Anomischer Suizid entsteht, wenn zu wenig Regulierung vorhanden ist. Dadurch entwickelt sich ein Gefühl der Abkopplung beziehungsweise Anomie, das Bedingungen schaffen kann, unter denen Suizide auftreten (Cetin 2016).

Für alevitische Jugendliche beeinflusste ihre religiöse Identität ihre Erfahrungen erheblich. Lehrer:innen und Mitschüler:innen nahmen häufig an, dass sie türkisch und sunnitisch-muslimisch seien, weil sie aus der Türkei stammten. Diese Annahme führte zu Spannungen mit anderen muslimischen Schüler:innen, da sich Alevit:innen als “irgendwie muslimisch” bezeichneten, ohne traditionelle muslimische Praktiken auszuüben. Infolgedessen waren sie mitunter Mobbing ausgesetzt (Jenkins und Cetin 2018).

Alevitische Jungen erlebten Spannungen zu Hause, wenn sie schulisch scheiterten. In der Schule wiederum gerieten sie aufgrund von Rassismus sowie interethnischen und religiösen Konflikten mit Lehrer:innen und Mitschüler:innen in Schwierigkeiten. Dadurch verloren sie den Respekt vor der Schule als Weg in eine bessere Zukunft.

Stattdessen ließen sie sich von Mitgliedern lokaler Banden beeindrucken, die teure Autos fuhren und einen attraktiven Lebensstil zu führen schienen. Das Bandenleben erschien ihnen als ein besserer Weg, reich zu werden, Macht über andere zu gewinnen und Anerkennung zu erhalten, die ihnen auf legalem Wege nicht zugänglich schien.

Tatsächlich blieb ihre Beteiligung an den Banden jedoch auf einer niedrigen Ebene und konnte ihre Wohlstandsträume nicht erfüllen. Dadurch entstand eine anomische Situation, in der sich die Jungen in sämtlichen Lebensbereichen gefangen fühlten. Das Zerbrechen ihrer Zukunftsträume und/oder das Scheitern der Beziehungen zu ihren Familien oder Freundinnen konnte schließlich den letzten Wendepunkt auf dem Weg zu ihrem Tod durch Suizid darstellen.

Die umfassenderen Auswirkungen der Suizide auf die Gemeinschaft

Die Auswirkungen der Todesfälle durch Suizid auf die Familien und die Gemeinschaft waren verständlicherweise verheerend. In der Panik, die diese Suizidwelle auslöste, wurden Eltern und Freundinnen dafür verantwortlich gemacht, die Suizide der Jungen nicht verhindert zu haben.

Einige Eltern waren verzweifelt, weil sie in das Vereinigte Königreich gekommen waren, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen, dann jedoch eines ihrer Kinder durch Suizid verloren. Andere Eltern berichteten, dass ihre Kinder nach dem Schuleintritt stärker auf ihre Freund:innen als auf die Eltern hörten.

Ein Vater erklärte beispielsweise: “Es ist traurig, dass wir Alevit:innen unsere Kinder nicht vor einem schlechten Umfeld schützen konnten. Wir als Familie haben keinen Einfluss und keine Kontrolle über unsere Kinder, weil das Kind zur Schule geht und viele Freund:innen findet, die ihm sagen, es solle schlechte Dinge tun. In diesem Alter hört das Kind auf sie, nicht auf mich.” (Interview mit Hasan, London)

Dieses Zitat zeigt, dass sich jene alevitischen Jungen, die in die Rainbow Underclass gerieten, im Gegensatz zur stärker abgeschotteten ersten Generation sowohl am Rand der alevitischen Gemeinschaft als auch am Rand der britischen Mehrheitsgesellschaft positionierten und kaum noch Hilfe erreichte.

Die Gemeinschaft nahm Kontakt mit der Polizei, den Sozialdiensten, Ärzt:innen und anderen professionellen Einrichtungen auf, um die Geschehnisse zu verstehen und weitere Todesfälle zu verhindern. Vertreter:innen des Gemeindezentrums vertraten die Auffassung, dass alevitische Jugendliche eine negative Identität entwickelt hätten, weil sie nur wenig über ihre Religion wüssten und sich deshalb von anderen ausgegrenzt fühlten.

Auf der Grundlage meiner Forschung, die zu einem besseren Verständnis der Ursachen der Suizide unter den Jungen beitrug, lud der Vorstand des England Alevi Cultural Centre and Cemevi (IAKM-C) die University of Westminster dazu ein, bei der Suche nach Lösungen mitzuwirken.

In Gesprächen erklärten die Jugendlichen, dass sie in der Schule etwas über andere Religionen lernten, jedoch niemand etwas über ihre eigene Religion wusste. Viele konnten ihren Glauben nicht beschreiben, weil er in der Türkei unterdrückt worden war. Sie forderten daher, dass Unterricht über das Alevitentum in den schulischen Religionsunterricht aufgenommen werden sollte.

Angesichts der Bedeutung schulischer Erfahrungen als möglicher Wendepunkt auf dem Weg in die Rainbow Underclass und der Entfremdung, die Alevit:innen in der Schule empfanden, bot der Unterricht über das Alevitentum die Möglichkeit, eine negativ empfundene Identität in eine positive zu verwandeln (Jenkins und Cetin 2018).

Tatsächlich erwies sich der Unterricht über das Alevitentum als transformativ. Alevitische Jugendliche fühlten sich in der Schule stärker einbezogen, und das größere Wissen über ihre Religion führte zu mehr Stolz auf ihre Identität. Der anschließende Rückgang der Suizide unter Jungen der zweiten Generation kann nicht ursächlich mit diesem Unterricht verbunden werden. Er bewirkte jedoch positive Veränderungen an den Schulen und erhöhte die Anerkennung des Alevitentums als eigenständige Religion.

Schlussfolgerung

Meine soziologische Untersuchung der Todesfälle durch Suizid unter Jungen der zweiten Generation hat zentrale Faktoren identifiziert, mit denen diese Personen vor ihrem Suizid konfrontiert waren. Ein Merkmal, das allen Fällen gemeinsam war, waren schlechte schulische Leistungen. Diese markierten den Beginn ihres Weges in die Rainbow Underclass.

Heute besteht unter alevitischen Jungen im Vereinigten Königreich keine Suizidwelle mehr. Die Todesfälle durch Suizid ereigneten sich zu einer Zeit, in der sich die Eltern noch an das Leben im Vereinigten Königreich anpassten und sich der Belastungen ihrer Kinder nicht bewusst waren.

Die meisten Eltern der ersten Generation sind inzwischen Großeltern. Alevit:innen der zweiten Generation sind nun selbst Eltern und verfügen über ein tieferes Verständnis des Bildungssystems und der britischen Gesellschaft. Dieser Wandel hat engere Beziehungen zu ihren Kindern und stärkere transnationale Verbindungen gefördert.

Obwohl nicht behauptet werden kann, dass Suizide vollständig aufgehört haben, ist gegenüber früheren Jahren ein deutlicher Rückgang festzustellen. Darüber hinaus ist die alevitische Gemeinschaft heute stärker etabliert und beteiligt sich aktiv an Projekten, die auf eine größere Sichtbarkeit und bessere gesellschaftliche Bedingungen für Alevit:innen abzielen.

Initiativen wie der Unterricht über das Alevitentum und dessen Anerkennung als eigenständige Religion im britischen Zensus von 2021 haben ein Gefühl des Stolzes gefördert und den Wert der Gemeinschaft als Teil einer multikulturellen Gesellschaft hervorgehoben.

Quellenangaben und weiterführende Literatur

Cetin, Umit ve Celia Jenkins. 2024. “British Alevi-Kurds: Politics, Education, Religion and Integration Strategies in the UK and Their Transnational Impact.” İçinde Routledge Handbook of Turkey’s Diasporas, editörler Zekiye Ayça Arkılıç ve Banu Senay. London: Routledge.

Cetin, Umit. 2020. “Unregulated Desires: Anomie, the ‘Rainbow Underclass’ and Second-Generation Alevi Kurdish Gangs in London.” Kurdish Studies 8 (1): 202-227. https://doi.org/10.1163/9789004700369_011.

Cetin, Umit. 2017. “Cosmopolitanism and the Relevance of ‘Zombie Concepts’: The Case of Anomic Suicide amongst Alevi Kurd Youth.” The British Journal of Sociology 68 (2): 145-166.

Cetin, Umit. 2016. “Durkheim, Ethnography and Suicide: Researching Young Male Suicide in the Transnational London Alevi-Kurdish Community.” Ethnography 17 (2): 250-277. https://doi.org/10.1177/146613811558658.

Cetin, Umit. 2014. Anomic Disaffection: A Sociological Study of Youth Suicide within the Alevi Kurdish Community in London. Yayımlanmamış doktora tezi, University of Essex, United Kingdom.

Durkheim, Émile. 1996 [1897]. Suicide: A Study in Sociology. Çev. John A. Spaulding ve George Simpson. London: Routledge.

Jenkins, Celia ve Umit Cetin. 2018. “From a ‘Sort of Muslim’ to ‘Proud to Be Alevi’: The Alevi Religion and Identity Project Combating the Negative Identity among Second-Generation Alevis in the UK.” İçinde Contested Boundaries: Alevism as an Ethno-Religious Identity, editör Celia Jenkins ve diğerleri, 92-105. London: Routledge.

Portes, Alejandro, Patricia Fernández-Kelly ve William Haller. 2005. “Segmented Assimilation on the Ground: The New Second Generation in Early Adulthood.” Ethnic and Racial Studies 28 (6): 1000-1040. https://doi.org/10.1080/01419870500224117.

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Zitation

  • Suizid unter alevitischen Jungen der zweiten Generation in Großbritannien
  • Autor: Çetin, Ümit
  • Webseite: Alevitische Enzyklopädie
  • Abrufdatum: 24.08.2026
  • Webadresse: https://www.aleviansiklopedisi.com/de/madde-x/suizid-unter-alevitischen-jungen-der-zweiten-generation-in-grosbritannien-6739/
Çetin, Ümit (2025). Suizid unter alevitischen Jungen der zweiten Generation in Großbritannien. Alevitische Enzyklopädie — ISIL: DE-4607. https://www.aleviansiklopedisi.com/de/madde-x/suizid-unter-alevitischen-jungen-der-zweiten-generation-in-grosbritannien-6739/ (Abrufdatum: 24.08.2026)
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